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Europas Börsen schließen kaum bewegt

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Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch kaum Veränderung zum Vortagesschluss gezeigt.

Positive Signale aus dem europäischen und US-Dienstleistungssektor wirkten ebenso stützend für die Märkte wie Analystenempfehlungen für die Automobilaktien. Belastend waren hingegen die Abschläge im Einzelhandelssektor. Im Branchenvergleich nach Sektoren waren im Euro-Stoxx-600 die Rohstoff- und die Automobilwerte die Tagessieger. Sie legten im Durchschnitt um 1,48 % bzw. 1,03 % zu. Nach unten ging es hingegen für die Papiere der Einzelhändler sowie die Aktien der Immobilien- und Medienunternehmen.

PSA Peugeot Citroen kletterten um 6,39 % auf 26,32 Euro. Merrill Lynch hat seine Anlageempfehlung für die Aktien des Automobilherstellers von "neutral" auf "buy" hochgestuft. Die Aktien von Marks & Spencer sackten hingegen um 6,79 % auf 384,702 Britische Pence ab und waren damit mit Abstand schlechtester Wert im FTSE-100.

Die britische Einzelhandelskette war mit ihrem Umsatzanstieg im dritten Geschäftsquartal hinter den Schätzungen der Analysten zurückgeblieben. Zudem rechnet Chairman Stuart Rose damit, dass die Bedingungen für den Einzelhandel wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit schwierig bleiben. Analystin Kate Calvert vom Brokerhaus Shore Capital meinte zum Zahlenwerk von Marks & Spencer, das Unternehmen habe ein respektables, aber nicht unbedingt ein "prickelndes Weihnachtsgeschäft" verbucht.

Bereits am Dienstag hatte sich Wettbewerber Next weiterhin vorsichtig zu den Gewinnaussichten für 2010 geäußert. Dessen Papiere präsentierten sich nun mit plus 0,05 % auf 2.094,40 Pence kaum verändert. Die Titel von Sainsbury gaben um 0,59 % auf 316,839 Pence nach.

Die deutsche Bundesregierung will einem Pressebericht zufolge den finanziellen Nachforderungen des EADS-Konzerns für den Militär-Airbus A400M nicht nachkommen. Man wolle sich strikt an den ausgehandelten Vertrag halten und deshalb maximal 650 Mio. Euro zuzahlen, erfuhr das "Handelsblatt" aus dem Bundesverteidigungsministerium. Gleichwohl sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle im "Deutschlandfunk", dass man sich am Ende wahrscheinlich auf eine vernünftige Lösung einigen werde. Die Papiere von EADS rückten in Paris um 0,90 % auf 14,07 Euro vor.

Ferner wollen Google und der britische Mobilfunkkonzern Vodafone das multifunktionale Mobiltelefon "Nexus One" im kommenden Frühjahr in Europa auf den Markt bringen. Für Titel von Vodafone gaben die Anleger 0,42 % weniger aus und bezahlten 143,301 Pence.

ATX F E I E R T A G / DAX +0,04 % / FT-SE-100 +0,14 % / CAC-40 +0,12 % / SPI -0,22 % / FTSE MIB +0,28 % / IBEX-35 +0,15 % / AEX -0,16 % / BEL-20 +0,33 % / SX Gesamt -0,00 % / Euro-Stoxx-50 -0,09 %

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