Europas Leitbörsen deutlich im Plus

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen deutlich im Plus

Euro-Stoxx-50 stieg 2,09 Prozent oder 74,86 Punkte auf 3.664,08 Einheiten.

In Folge positiver Vorgaben aus den USA und Asien legten die europäischen Börsen am Dienstag ebenfalls klar zu. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit plus 2,09 Prozent oder 74,86 Punkte bei 3.664,08 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 1,79 Prozent oder 207,36 Zähler auf 11.801,25 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,44 Prozent oder 30,78 auf 6.999,65 Punkte.

Als Triebfeder verwiesen Börsianer vor allem auf die Nachricht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Anleihekaufprogramm vor der Sommer-Flaute beschleunigen wolle. Dies sei am Markt gut angekommen. Der Euro fiel in der Folge von über 1,13 US-Dollar auf unter 1,12 Dollar - das macht Waren aus dem Euroraum im Ausland billiger und erleichtert damit den Export.

Im Tagesverlauf stehen neben den endgültigen Verbraucherpreisen aus der Eurozone und EU-Handelsbilanzzahlen auch die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland an. Die ZEW-Indikatoren sollten deutlich nachgeben, da sich die Stimmung der Kapitalmarktakteure verschlechtert haben dürfte", schrieb ein Analyst am Morgen.

In den USA wird mit Interesse verfolgt, ob sich die mittelfristige Erholung des Bausektors fortgesetzt hat. Daten vom Häusermarkt an. Der Bau- und Immobiliensektor wurde neben dem Arbeitsmarkt und der Preisentwicklung oftmals von Fed-Vertretern thematisiert, insbesondere dann, wenn sich eine schwächere Aktivität zeigte, schreiben die Experten der Helaba-Bank. Mit Werten um eine Million Einheiten liegen die Baubeginne zwar doppelt so hoch wie im Tief 2009, aber noch immer auf dem Niveau, das in früheren Rezessionsphase üblich war.

Bei den Einzelwerten standen die Jahreszahlen von Vodafone im Fokus. Der britische Mobilfunker bleibt trotz des zuletzt milden Aufschwungs bei seinen Geschäften vorsichtig. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2015/16 (Ende März) rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 11,5 bis 12 Mrd. britischen Pfund (bis zu 16,6 Mrd. Euro). Die Aktien fielen daraufhin 2,71 Prozent.

Ebenfalls im roten Bereich notierten die Papiere von Merck KGAA mit einem Minus von 2,81 Prozent. Hohe Forschungsausgaben haben beim Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern einen kräftigen Gewinnzuwachs verhindert. Zwar stieg der Umsatz im ersten Quartal - getrieben vom starken Dollar - kräftig um knapp 16 Prozent im Jahresvergleich auf 3,04 Mrd. Euro.