Europas Leitbörsen einheitlich im Plus

Zur Eröffnung

Europas Leitbörsen einheitlich im Plus

Positive Impulse aus Übersee sorgen für freundliche Stimmung.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Um 10.05 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.216,73 Punkten, das entspricht einem Plus von 54,80 Einheiten oder 0,77 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 15,8 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 5.989,56 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 14,73 Einheiten oder 0,50 Prozent auf 2.946,15 Punkte.

Händlern zufolge habe die Wall Street im späten Geschäft einen Teil ihrer zuvor deutlicheren Verluste wettgemacht und diese leicht positive Dynamik habe sich auch im asiatischen Handel am Morgen durchgesetzt. Diese Vorgabe stimme auch den Handelsstart in Europa positiv. Der Fokus des Marktes bleibe aber auf den Ölpreis als Seismograph für die Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten gerichtet. Die Nachrichtenlage sei indes relativ dünn bestückt, so ein Marktteilnehmer.

In einem Branchenvergleich zählten die Automobilbranche und die Versicherungsindustrie zu den klaren Favoriten unter Anleger. Für Daimler ging es mit einem Plus von 2,27 Prozent auf 49,70 Euro bergauf. Auch Peugeot verbuchten ein Plus von 1,59 Prozent auf 28,76 Euro. Im Versicherungssektor konnten Titel von AXA 2,36 Prozent auf 15,17 Euro zulegen. Ebenfalls mit einem Plus von 0,55 Prozent bei 118,65 Euro notierten Papiere der Münchner Rückversicherung.

Aktien der Baustoffhersteller profitierten von Aussagen von Italcementi, demzufolge der weltweite Markt für Zement seinen Boden gefunden haben sollte. Holcim-Aktien legten in der Schweiz um 1,23 Prozent auf 69,90 Franken zu und Lafarge verteuerten sich in Paris um 1,21 Prozent auf 44,01 Euro.

Unter den Einzelwerten verteuerten sich Papiere der Allied Irish Banks um 4,00 Prozent auf 0,26 Euro. Die Bank aus Dublin hat weitere Kredite im Volumen von 1,1 Mrd. Euro mit einem Abschlag von 60 Prozent an die National Asset Management Agency abgegeben.

Aktien von Scor schwächten sich indes um 1,21 Prozent auf 20,81 Euro ab. Der französische Rückversicherer verhandle offenbar über den Kauf der Transamerica-Sparte des Konkurrenten Aegon, so innere Kreise. Bereits am Vortag fiel die Aktie um 1,1 Prozent.

Auch deutsche Unternehmen sorgten für marktbewegende Impulse. Der Stahlhändler Klöckner&Co hatte im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Dabei hatte das Unternehmen von Zukäufen und dem Wirtschaftsaufschwung profitiert. Das Zahlenwerk überraschte einem Händlern zufolge sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn positiv. Zu Handelsbeginn notierten die Aktien des Stahlhändlers mit einem Plus von über zwei Prozent. Im Handelsverlauf schwächten sich diese jedoch um 0,83 Prozent auf 23,85 Euro, bedingt durch Gewinnmitnahmen, ab.

Auch Titel von Tognum bleiben mit einem Plus von 0,99 Prozent bei 23,00 Euro wegen der anhaltenden Übernahmefantasien im Fokus der Anleger. Daimler hatte am Vortag bestätigt, mit dem Motorenbauer Rolls-Royce Gespräche zur Übernahme des Herstellers von Großdieselmotoren zu führen.