Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Vorgaben schwach

Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Im Branchenvergleich präsentierte sich der Finanzsektor verlustreich.

Vor dem Hintergrund schwacher Vorgaben aus den USA und Japan, knüpften die Leitbörsen in Europa am Mittwoch im frühen Handel an ihre Vortagesverluste an und tendierten einheitlich mit Verlusten. Um 10.00 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.944,80 Punkten, das entspricht einem Minus von 50,10 Einheiten oder 0,84 %. In London fiel der FT-SE-100 40,5 Einheiten oder 0,76 % auf 5.317,10 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 14,96 Einheiten oder 0,64 % auf 2.308,71 Punkte.

Die Kombination aus schwächeren BIP-Daten aus der Eurozone sowie der Mangel an wirklich bedeutenden Entscheidungen beim Treffen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte an der Wall Street am Dienstag für Verluste gesorgt und belastet auch heute die europäischen Aktienmärkte, hieß es aus Händlerkreisen.

Im Branchenvergleich präsentierte sich insbesondere der Finanzsektor verlustreich. Allen voran büßten die Aktien der Deutschen Börse einen Verlust von 7,62 % auf 39,96 Euro ein und waren damit klares Schlusslicht im Euro-Stoxx-50. Börsianer verwiesen auf die am Vorabend bekanntgewordenen deutsch-französischen Pläne für eine Finanz-Transaktionssteuer innerhalb der Eurozone. Dies würde eine Belastung sowohl für den Frankfurter Börsenbetreiber als auch für die NYSE Euronext darstellen, mit der die Deutsche Börse sich zusammenschließt, kommentiere ein Händler.

Auch Bankenwerte verbuchten bisher deutliche Verluste. So fielen etwa Deutsche Bank um 2,62 % auf 29,94 Euro, während sich BNP Paribas um 1,12 % auf 37,08 Euro ermäßigten.

Ebenfalls auf negativem Terrain bewegte sich der Technologiesektor, nachdem der PC-Hersteller Dell Computer mit seinen Zahlen und dem Ausblick vom Vorabend enttäuscht hatte. Zudem haben die Analysten von Morgan Stanley den europäischen Halbleitersektor abgestuft. Nokia verbilligten sich bisher um 3,26 % auf 4,16 Euro. Die Aktien des finnischen Handyherstellers haben sich in der vergangenen Woche um 19,78 % verteuert. Weitere Kursverlierer waren unter anderem die Titel der niederländischen ASML Holding (minus 2,10 % auf 24,20 Euro) und Infineon (minus 1,57 % auf 5,96 Euro).

Unter den Gewinnern im Euro-Stoxx-50 fand man unter anderem die Papiere des Pharmakonzerns Sanofi (plus 1,83 % auf 49,44 Euro) und AXA (plus 1,74 % auf 11,42 Euro).