Börsenparkett

Warten auf EU-Gipfel

Europas Leitbörsen kaum bewegt

Spanische Großbanken doch noch im Minus.

Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag nach einem impulslosen Handelstag ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um moderate 2,51 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 2.128,20 Zähler.

   Der unbewegte Handel wurde von Marktteilnehmern mit dem Abwarten und der Nervosität der Anleger vor dem EU-Gipfel am Donnerstag begründet. Am Vormittag sorgte die mäßigen Anleiheauktionen in Spanien und Italien für etwas Bewegung. Am Nachmittag kam mit der positiven US-Eröffnung ein kleiner Aufwärtsruck, der aber durch enttäuschende US-Stimmungsindikatoren wieder abflaute.

   Der Bankensektor zeigte sich von der Moody's-Herabstufung spanischer Institute von gestern Abend bis Mittag wenig beeindruckt. Am Nachmittag drehte der Subindex für die Banken im Euro-Stoxx-600 dann doch ins Minus und schloss mit einem Abschlag von 1,50 Prozent. Die abgestuften Banco Santander und BBVA verloren 1,46 Prozent auf 4,71 Euro bzw. 1,70 Prozent auf 4,979 Euro.

   Die Papiere von Anheuser-Busch Inbev befestigten sich um 1,90 Prozent auf 57,83 Euro, nachdem der weltgrößte Brauereiunternehmen mitgeteilt hatte, er befinde sich in Gesprächen über eine Komplettübernahme des Brauerei-Konzerns Grupo Modelo.

   Zu den größten Gewinnern zählten Versorger-Papiere. Merrill Lynch hatte zuvor in einer Branchenstudie E.ON (plus 3,29 Prozent auf 15,875 Euro) und RWE (plus 2,89 Prozent auf 30,805 Euro), GDF Suez (plus 1,28 Prozent auf 17,80 Euro) und Enel (plus 0,34 Prozent auf 2,344 Euro) hochgestuft.

   Ans untere Ende des Euro-Stoxx-50 rutschen Autotitel ab. Experten sahen das Ausbleiben von groß angelegten Kaufunterstützungsmaßnahmen durch die chinesische Regierung als Belastungsfaktor. BMW verschlechterten sich um 2,26 Prozent auf 53,70 Euro und Daimler gaben um 1,40 Prozent auf 33,40 Euro ab.