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Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

Euro-Stoxx-50 sank um 7,53 Einheiten oder 0,26% auf 2.862,66 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel ohne klare Richtung tendiert. Um 10.10 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.454,43 Punkten, das entspricht einem Plus von 11,47 Einheiten oder 0,15 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 4,4 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 6.021,90 Zähler. Der Euro-Stoxx-50 sank allerdings um 7,53 Einheiten oder 0,26 Prozent auf 2.862,66 Punkte.

Wegen des durch einen Feiertag verlängerten Wochenendes fehlten im Frühhandel die Impulse von der Wall Street, was sich bereits im asiatischen Handel bemerkbar gemacht hatte. In Fernost hatten die Aktienmärkte nur mit wenig veränderten Notierungen tendiert. Auch im weiteren Verlauf werden nur spärliche Konjunktur- und Unternehmensdaten erwartet. Zudem blieb es an der Griechenland-Front ruhig, neue Entwicklungen zur Schuldenkrise wurden nicht bekannt.

Unter den Einzelwerten rückte die Telekom-Branche mit Analystenkommentaren in den Blickpunkt. So haben die Wertpapierspezialisten von Nomura zwar den europäischen Telekomsektor abgestuft, die Aktien der Swisscom sowie der Deutschen Telekom aber ausdrücklich zum Kauf empfohlen. Die Experten von Goldman Sachs hatten die Titel der Deutschen Telekom allerdings auf "sell" abgestuft und schickten diese um 0,51 Prozent auf 10,64 Euro nach unten. Swisscom konnten nach der Nomura-Empfehlung in Zürich um 1,04 Prozent auf 388,5 Franken zulegen.

Am Ende des Euro-Stoxx-50 rutschten die Aktien des französischen Einzelhändlers Carrefour um 13,27 Prozent auf 24,01 Euro ab. Börsianer beruhigten allerdings, dass die Kursverluste lediglich auf die Abspaltung der Discounter-Sparte Dia zurückzuführen seien, die nun eigenständig an der spanischen Börse gelistet ist. Dementsprechend waren die Verluste bei Carrefour nur ein Abschlag des Dia-Werts von 3,50 Euro je Anteil. Zudem habe Carrefour eine Dividende von 1,08 Euro Aktie ausgeschüttet.

Im Branchenvergleich schnitten die Bankenwerte am schwächsten ab. Im Auswahlindex verloren Credit Agricole (minus 0,94 Prozent auf 10,55 Euro) und Intesa Sanpaolo (minus 0,95 Prozent auf 1,882 Euro) knapp ein Prozent an Terrain. Nach einer Abstufung durch die Wertpapierexperten der Mediobanca ließen die Aktien der französischen Geldhäuser Societe Generale (minus 0,85 Prozent auf 41,52 Euro) und BNP Paribas (minus 0,78 Prozent auf 53,53 Euro) nach.

In Frankfurt gerieten die Versorger in den Blickpunkt der Anleger. Deutschlands führende Energiekonzerne E.ON und RWE könnten nach dem Atomausstieg nun auch internationale Kraftwerksprojekte auf Eis legen. Die beiden Branchenführer wollen aus Kostengründen vom geplanten Neubau von Atommeilern in Großbritannien abrücken, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". RWE-Aktien ließen 0,45 Prozent auf 38,97 Euro nach, während E.ON leicht um 0,08 Prozent auf 19,85 Euro gewannen.