Deutsche Börse Frankfurt DAX

Am Mittwoch

Europas Leitbörsen schließen tiefrot

Der Euro-Stoxx-50 rutschte um 69,96 Einheiten oder 2,72 Prozent auf 2.498,52 Zähler ab.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach einem schwachen Handelstag einheitlich mit klaren Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 rutschte um 69,96 Einheiten oder 2,72 Prozent auf 2.498,52 Zähler ab.

   Die Sorgen um die europäische Finanz- und Wirtschaftskrise lässt die Märkte diese Woche nicht in Schwung kommen. Belastet hätten am Berichtstag vor allem die sich ausweitenden Proteste in Spanien gegen den angepeilten Sparkurs, sagten Marktteilnehmer. Zudem drücken noch immer die Zweifel des US-Notenbankers Charles Plosser am Fed-Anleihenkaufprogramm auf die Stimmung, hieß es weiter.

   Auch die am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturdaten ließen wenig Euphorie aufkommen. In Italien gingen im Juli die Einzelhandelsumsätze unerwartet zurück und in Frankreich trübte sich die Wirtschaftsstimmung im September überraschend weiter ein. Lediglich die deutschen Erzeugerpreise für September lagen im Rahmen der Erwartungen. Aus Übersee enttäuschten die Absätze der Verkäufe von neuen US-Immobilien für August mit einem starken Rückgang.

   Besonders Banktitel standen unter Druck, da laut Medienberichten einige Euroländer den erweiterten Euro-Rettungsschirm ESM nur über künftigen Problemfällen von Banken aufspannen wollen. Deutsche Bank stürzten um 6,49 Prozent auf 30,665 Euro ab und Societe Generale gaben um 6,39 Prozent auf 22,425 Euro nach.

   Nach dem schwächelnden Verbrauchervertrauen verzeichneten französische Konsumtitel deutliche Verluste. Carrefour bauten ein Minus von 5,58 Prozent auf 16,415 Euro, Peugeot verloren 5,29 Prozent auf 6,032 Euro und Renault fielen um 4,71 Prozent auf 37,26 Euro.

   Klare Abschläge verzeichneten auch Zykliker. Die Aktien des Stahlkochers ArcelorMittal rutschten im Sog fallender Rohstoffpreise um 4,38 Prozent auf 11,56 Euro ab. Saint Gobain büßten 3,55 Prozent auf 28,545 Euro ein.

   In Kopenhagen reduzierten sich die Papiere von Maersk um 2,16 Prozent auf 41.600,00 Kronen. Die Reederei hatte angekündigt, weniger Schiffe wegen der flauen Konjunktur auf die Strecke zwischen Europa und Asien schicken zu wollen.