Europas Leitbörsen starten behauptet

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten behauptet

Märkte legen nach starken Vortagesgewinnen Atempause ein.

Europas Leitbörsen sind am Dienstag wenig verändert in den Handelstag gestartet. Der Euro-Stoxx-50 notierte gegen 10.00 Uhr mit einem kleinen Plus von 0,15 Prozent oder 4,27 Punkte bei 2.947,15 Einheiten. Der DAX in Frankfurt befestigte sich leicht um 0,13 Prozent oder 12,62 Zähler auf 9.974,64 Punkte. In London hielt der FT-SE-100 mit minus 0,16 Prozent oder 9,89 Einheiten auf 6.194,11 Punkten.

Bestimmendes Thema an den Märkten war weiter das am Donnerstag anstehende britische Referendum über einen Verbleib in der EU. Am Montag hatte die gestiegene Zuversicht für ein Verbleiben der Briten in der Europäischen Union noch für starke Kursgewinne gesorgt. Nun dürften viele Marktteilnehmer erstmal abwarten, hieß es. Bis zum Vorliegen des Abstimmungsresultats am Freitagvormittag dürfte die Nervosität hoch bleiben, schreiben die Analysten der Helaba.

An der Spitze des Euro-Stoxx-50 fanden sich in der Früh Bankwerte wie Deutsche Bank (plus 1,24 Prozent), Intesa Sanpaolo (plus 1,33 Prozent) oder Societe Generale (plus 1,05 Prozent). Leichte Rückgänge gab es für Öl- und Energiewerte wie Total (minus 0,41 Prozent). In London fanden sich Aktien von Minenkonzernen wie Rio Tinto (minus 1,25 Prozent) oder BHP Billiton (minus 1,16 Prozent) unter den größeren Verlierern.


Mit Spannung erwartet wird auch das im Tagesverlauf anstehende Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts hinsichtlich der EZB-Rettungspolitik. Die Richter prüfen, ob die Europäische Zentralbank 2012 mit ihrem Beschluss, notfalls unbegrenzt Anleihen einzelner Euro-Krisenstaaten zu kaufen, ihr geldpolitisches Mandat überschritten hat.

Impulse könnte im Tagesverlauf noch der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen und die anstehende Anhörung von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senats bringen. Die Analysten der Helaba erwarten aber nicht, dass die Notenbankerin bei dieser Gelegenheit Marktteilnehmer auf geldpolitische Änderungen vorbereiten wird.