Europas Leitbörsen überwiegend höher

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen überwiegend höher

 Euro-Stoxx-50 stieg um 16,33 Einheiten oder 0,73% auf 2.267,08 Punkte.

Gestützt von positiven Vorgaben aus den USA haben die europäischen Aktienbörsen am Mittwoch im Frühhandel höher tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.45 Uhr um 16,33 Einheiten oder 0,73 Prozent auf 2.267,08 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 6.615,03 Punkten, das entspricht einem Plus von 37,39 Einheiten oder 0,57 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 13,2 Einheiten oder 0,23 Prozent auf 5.642,29 Zähler.

Die Wall Street war am Vorabend mit moderaten Zuwächsen aus dem Handel gegangen, nachdem die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Kongress die Notierungen zwischenzeitlich unter Druck gebracht hatte. Offenbar seien die Aussagen doch positiv aufgenommen worden, zumal sie genug Raum für weitere QE3-Spekulationen gelassen hätten, sagten Marktbeobachter.

Auch gut aufgenommene US-Unternehmensergebnisse würden das Sentiment in Europa stützen, hieß es. So hatten etwa die Investmentbank Goldman Sachs und der Getränkekonzern Coca Cola mit ihrem jeweiligen Zahlenwerk die Erwartungen übertroffen. Auch diesseits des Atlantiks sind die Blicke der Anleger zunehmend auf die Berichtssaison gerichtet.

In Stockholm schwächten sich Ericsson um 3,82 Prozent auf 56,65 Schwedische Kronen ab, nachdem der Mobilfunkausrüster einen Ergebniseinbruch für das zweite Quartal vermeldet hatte. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um ein Prozent auf 55,3 Mrd. Kronen zu. Der Überschuss ging unter dem Strich aber um 63 Prozent auf 1,2 Mrd. Kronen zurück.

Indes zogen Credit Suisse um 6,01 Prozent auf 18,17 Schweizer Franken nach oben. Das Finanzinstitut hatte für das zweite Vierteljahr einen Reingewinn von 788 (Vorjahresquartal: 768) Mio. Schweizer Franken ausgewiesen. Zudem kündigte die Bank kapitalstärkende Maßnahmen in der Höhe von 15,3 Mrd. Franken an.

Im deutschen DAX zeigte sich die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas von der Umsatz- und Gewinnwarnung des Mitbewerbers Puma belastet und ging um 0,67 Prozent auf 57,82 Euro zurück. Puma hatte für das Gesamtjahr einen deutlich unter Vorjahreswert liegenden Konzerngewinn wie auch eine Verlangsamung des Umsatzwachstums in Aussicht gestellt. Für das erste Halbjahr ergaben sich nach vorläufigen Berechnungen Rückgänge bei operativem Ergebnis und Konzerngewinn im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Puma-Aktie selbst rutschte im MDAX um 5,05 Prozent auf 214,15 Euro ab.

Branchentechnisch waren Rohstoffwerte ganz oben in der europaweiten Bereichsübersicht angesiedelt. Größere Gewinne sahen auch Öl- und Gas- sowie Telekomwerte. Einzig Versorgertitel tendierten in Summe schwächer.