Europas Börsen atmen auf.

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen wenig verändert

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Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich indes geringfügig um 1,25 Einheiten.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel wenig verändert tendiert. Um 10.45 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.184,22 Punkten, das entspricht einem Minus von 37,14 Einheiten oder 0,51 Prozent. In London ermäßigte sich der FT-SE-100 um 14,4 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 5.839,39 Zähler. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich indes geringfügig um 1,25 Einheiten oder 0,05 Prozent auf 2.707,00 Punkte.

   Im Fokus steht am heutigen Handelstag der Euro-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs zur europäischen Schuldenkrise. In der Nacht auf Donnerstag hatten sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy auf eine gemeinsame Position zur Rettung des hochverschuldeten Griechenlands verständigt. Andererseits hätten die Anleger nach wie vor die ungelöste Problematik um die US-Schuldenobergrenze im Blick, hieß es aus dem Handel. Am Nachmittag stehen schließlich noch mehrere US-Konjunkturdaten auf der Agenda, so werden etwa die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.

   Dass die Börsen nach einer freundlichen Eröffnung schließlich einen guten Teil ihrer Kursgewinne wieder abgeben mussten und teilweise ins Minus drehten, wurde gemeinhin mit den starken Kursverlusten von Ericcson begründet, die um 8,71 Prozent auf 83,90 Schwedische Kronen absackten. Der schwedische Telekomausrüster hatte mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Quartal die Ertragsprognosen der Analysten deutlich verfehlt.

   Auch ABB (minus 1,93 Prozent auf 20,35 Schweizer Franken) gerieten trotz besser als erwarteter Quartalsergebnisse unter Abgabedruck. Im vergangenen Quartal war der Gewinn im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 893 Mio. Dollar gestiegen, der Umsatz hatte sich um 28 Prozent auf 9,68 Mrd. Dollar erhöht. Es sei weiter eine starke Nachfrage zu erwarten, auch wenn zuletzt die Sorgen wegen der Staatsverschuldung und der Inflation zugenommen hätten, hieß es von Unternehmensseite.

   Unterdessen präsentierten sich Roche knapp behauptet bei 139,6 Schweizer Franken und einem marginalen Minus von 0,07 Prozent, nachdem die Papiere des Schweizer Pharmakonzerns zur Eröffnung noch deutliche Kursgewinne verbucht hatten. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr aufgrund des starken Franken einen Gewinnrückgang um fünf Prozent hinnehmen müssen, wenn auch Analysten ein noch stärkeres minus prognostiziert hatten.

   Erfreut reagierten die Anleger hingegen auf die Zahlenvorlage der britischen Baumarktkette Kingfisher, deren Aktien trotz eines schwächelnden Heimatgeschäfts im zweiten Quartal um 3,24 Prozent auf 261,4 Pence in die Höhe kletterten. "Wie erwartet, war das zweite Quartal für uns schwieriger als das erste", kommentierte Vorstandschef Ian Cheshire die schwächer als erwartete Entwicklung.

   Auch die Papiere des finnischen Handy-Herstellers Nokia präsentierten sich im Vorfeld der heutigen Zahlenvorlage mit Kursgewinnen. Sie gewannen in Helsinki um 0,98 Prozent auf 4,12 Euro.

   Unter den im Auswahlindex Euro-Stoxx-50 gelisteten Einzeltiteln verloren die Autowerte Daimler und BMW am unteren Ende um 1,89 Prozent auf 51,46 Euro bzw. um 1,75 Prozent auf 70,69 Euro. Unterdessen fanden sich mit Credit Agricole (plus 1,86 Prozent auf 8,98 Euro) und Banco Santander (plus 1,41 Prozent auf 7,71 Euro) zwei Bankentitel an der Spitze des Euro-Stoxx-50.

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