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Höhenflug erwartet: Krise geht, Gold-Anstieg kommt

Gold könnte bald über 1.000 Dollar steigen, meinen Experten: Auf die Wirtschaftskrise könnte Inflationsdruck folgen - und das soll treibt den Preis des Edelmetalls weiter hinauf treiben.

Gold wird beim Preis heuer noch kräftig zulegen: Das erwarten viele Experten. So geht die UniCredit bis Ende nächsten Jahres sogar von einem Preis bis zu 1.400 Dollar pro Feinunze (31,1 g) aus.

Derzeit sind es nur 942 Dollar. Grund für den Optimismus beim Goldpreis: Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind jetzt wieder besser – und damit erwacht die Angst vor Inflation, die traditionell immer den Goldpreis stärkt.

Das dicke Ende

"Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht ist eine Wirtschaftskrise nämlich keine gute Zeit für den Goldpreis“, erklärt Ronald Stöferle, Experte bei der Erste Group. „Die folgt erst danach.“

Während der Wirtschaftskrise werden konjunkturfördernde Maßnahmen gesetzt. Hilfspakete, die nach Beendigung der Krise oft zu Inflationsdruck führen. Auch jetzt sind die Konjunkturaussichten wieder besser, damit ist die Zeit reif für einen Gold-Anstieg.

Inder heiraten

Bisher hat Gold jahrelang an der Marke von 1.000 Dollar gekratzt, ohne sie durchbrechen zu können. „Das schaut ein bisschen nach dem Luftholen vor einem größeren Anstieg aus.“ Auch die Jahreszeit wirkt sich aus: Der Goldpreis ist traditionell in der zweiten Jahreshälfte höher als in der ersten – er schwankt also saisonal. Ein wichtiger Grund findet sich auf der anderen Seite des Erdballs: In Indien kommt die Hochzeitssaison, und bei der ist eine üppige Gold-Ausstattung der Braut Brauch. Im Winter folgt dann das westliche Weihnachtsfest, bei dem gern Goldschmuck geschenkt wird. Beides treibt die Nachfrage an.

Letztlich spielt aber auch dabei die Konjunktur hinein: Optimistische Konsumenten werden im Westen wie in Indien mehr Schmuck kaufen als solche, die um ihren Job zittern. Bisher war die Nachfrage flau.