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Santander bringt Brasilien-Tochter an die Börse

Die spanische Großbank Banco Santander könnte beim Börsengang ihrer brasilianischen Tochter mit einem Erlös von bis zu 15,6 Mrd. brasilianische Real (5,9 Mrd. Euro) einen neuen Jahresrekord weltweit aufstellen.

Die Bank will die Einnahmen dazu nutzen, ihr Filialnetz in Brasilien um fast ein Drittel zu erweitern. Das Unternehmen will bis 2013 rund 600 neue Zweigstellen im Süden und Südosten des Landes eröffnen.

Erstnotiz am 7. und 8.10. in New York und Sao Paulo

Beim für Oktober geplanten Börsengang in New York und Sao Paulo sollen 525 Mio. Aktien zu einem Preis zwischen 22 und 25 Real in den Handel gebracht werden.

Santanders brasilianische Sparte erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von 3,45 Mrd. Real. Damit würde sich Berechnungen der Beratungsfirma IPO Boutique zufolge ein mittleres Preis-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 21,67 ergeben. Konkurrenten wie Banco Bradesco mit 18,26 und Unibanco mit 16,71 liegen deutlich darunter. Der hohe Preis spiegle die ebenso hohen Wachstumserwartungen an die Kreditwirtschaft Brasiliens wider, sagte Joao Augusto von der Lopes Filho Finanzberatung in Rio de Janeiro.

Im Juni war dem brasilianischen Kreditkartenanbieter Visanet mit einem Erlös von 3,1 Mrd. Euro der bis dato größte Börsengang des Jahres gelungen. Independent Research hat die Einschätzung für Grupo Santander nach Details zum Börsengang in Brasilien auf "Akkumulieren" mit einem Kursziel von 12 Euro belassen.