Nikkei Börse Tokio

Tokio

Tokios Börse brach ein

Der Nikkei-225 Index um 0,09 Prozent leichter.

Die Börse in Tokio geht am Freitag tiefrot ins Wochenende. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte weit unter die Marke von 20.000 Punkten. Am Ende notierte er einen heftigen Abschlag von 597,69 Punkten oder 2,98 Prozent auf 19.435,83 Zähler. Das ist der niedrigste Stand seit rund dreieinhalb Monaten.

   Der breit gefasste Topix büßte ebenfalls massiv um 50,87 Punkte oder 3,13 Prozent auf den Schlussstand von 1573,01 Punkten ein. Im Topix schafften es nur 33 der insgesamt 1867 Titel ins Plus.

   Die wachsenden Sorgen über die Auswirkungen eines wirtschaftlichen Abschwungs in China auf die Weltwirtschaft bleiben weiterhin der Hauptbelastungsfaktor an der Börse in Tokio. Zusätzlich hängt die Unsicherheit über den Zeitpunkt der Fed-Zinswende als Damoklesschwert über den asiatischen Märkten.

   Zudem haben einige Ökonomen nun ihren Ausblick für das japanische Wirtschaftswachstum gesenkt. Das Nachrichtenportal Bloomberg berichtet, dass im Durchschnitt 13 Experten, unter anderem aus dem Hause Nomura Holdings und BNP Paribas SA, nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent über zwölf Monate erwarten. Dieser Wert lässt die angepeilten Prognose der japanischen Zentralbank von 1,7 Prozent recht optimistisch aussehen.

   Bei den Einzelwerten hielten sich im Nikkei 225 allein die Anteilsscheine von Hokuetsu Kishu Paper im grünen Bereich. Während die Titel des Papier- und Verpackungsherstellers am Morgen noch deutlich abgesackt waren, kletterte sie schlussendlich auf ein Plus von 0,95 Prozent.

   Daneben hat der Kontaktlinsenhersteller Hoya nicht nur für das Geschäftsjahr (März 2016) einen Rekordausblick veröffentlicht, sondern stellte auch eine großzügige Dividende in Aussicht. Dennoch fielen die Blue-Chip-Aktien um 3,30 Prozent. Die Anleger dürften auf die trägen Umsätze der Branche geblickt haben.