US-Börsen schließen weit in der Verlustzone

Die Leitindizes in New York haben nach der Eröffnung die Kursabschläge kontinuierlich ausgebaut.

Der Dow Jones rutschte um 2,09 % auf 9.509,28 Einheiten ab. Kein einziger Titel im Dow Jones konnte mit einem positiven Vorzeichen schließen. Der S&P-500 büßte 27,23 Punkte (-2,58 %) auf 1.029,85 Zähler ein. Der Nasdaq Composite reduzierte sich um 64,94 Einheiten oder 3,06 % auf 2.057,48 Zähler.

Belastet wurde die Stimmung von enttäuschenden Konjunkturdaten. So ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark auf 551.000 gestiegen.

Einen weiteren Stimmungsdämpfer brachte die Vorlage des ISM-Index zur Situation in der US-Industrie. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Index der Einkaufsmanager sank auf 52,6 Zähler von 52,9 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Anstieg auf 54,0 Einheiten gerechnet.

Einige Analystenstimmen sorgten in New York für Impulse. So haben die Wertpapierspezialisten von Goldman Sachs die Titel von Microsoft von ihrer "Conviction Buy List" genommen. Die Analysten sehen "ein gewisses Risiko" bei den Erstquartalszahlen. Microsoft schlossen mit einem deutlichen Minus von 3,27 % auf 24,88 Dollar.

Bei Rockwood Holdings meldeten sich die Experten der Schweizer Credit Suisse zu Wort und kürzten das Anlagevotum von "outperform" auf "neutral". Die Titel stürzten um 19,30 % auf 16,60 Dollar ab.

Bei der Bank of America wird Chef Kenneth Lewis per Jahreswechsel sein Amt zurücklegen. Lewis hatte das Geldinstitut fast ein Jahrzehnt lang geführt, ein Nachfolger für ihn steht noch nicht fest. Bank of America gaben in einem schwachen Bankensektor 4,20 % auf 16,21 Dollar ab.

Auch andere Bankaktien waren am Donnerstag schwer unter Verkaufsdruck. JP Morgan (-5,59 % auf 41,37 Dollar), Citigroup (minus 6,40 % auf 4,53 Dollar) und Morgan Stanley (-3,27 % auf 29,87 Dollar) wurden von den Anlegern gemieden.

Übernahmeneuigkeiten gibt es beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco. Dieser will den norwegischen Hersteller von Videokonferenzsystemen Tandberg für 3 Mrd. Dollar übernehmen, was Analysten zufolge ein gutes Angebot für Tandberg sei. Während Tandberg in Oslo einen Kurssprung verzeichneten, büßten Cisco 1,91 % auf 23,09 Dollar ein.

Berichten zufolge steht auch beim größten US-Kabelnetzwerkanbieter Comcast eine Akquisition ins Haus. Mit dem Mischkonzern General Electrics würden derzeit Gespräche über die Übernahme von rund 50 %zent an NBC Universal geführt, hieß es von mit der Sache vertrauten Kreisen. Comcast rutschten um 7,17 % auf 15,67 Dollar ab.