Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen schwächer erwartet

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Börsianer verwiesen auf die Unsicherheiten hinsichtlich einer Lösung der griechischen Schuldenkrise und auf die gebilligte US-Gesundheitsreform - zwei Faktoren, die bei Investoren wieder zu einer ausgeprägteren Risikoaversion führen könnten. Zudem schüre die überraschende Zinserhöhung in Indien wieder Ängste einer weltweiten geldmarktpolitischen Straffung.

Gegen 13.50 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones mit 0,48 % im Minus. Am Freitag hatte der US-Leitindex nach mehrtägiger Gewinnserie und einem neuen 18-Monats-Hoch 0,35 % schwächer bei 10.741,98 Punkten geschlossen. Der Nasdaq-100-Future verlor zuletzt 0,54 %, nachdem der technologielastige Auswahlindex am letzten Handelstag der Vorwoche um 0,59 % auf 1.932,43 Punkte abgegeben hatte.

Nach der Billigung der US-Gesundheitsreform rücken Aktien aus dem Pharma- und Gesundheitssektor verstärkt in den Fokus. "Dass die Gesundheitsreform nun durchgewunken wurde, wirft eine Menge an Fragen auf. Langfristig aber dürften daraus keine größeren Folgen für die Märkte zu erwarten sein", sagte Peter Cardillo, Chief-Ökonom bei Avalon Partners.

Bei den Einzelwerten rückt erneut Google in den Blick. China hat dem Internetgiganten mit ernsten Konsequenzen für seine Geschäftsinteressen gedroht, sollte Google tatsächlich seine chinesische Suchmaschine abstellen. Die Tageszeitung "China Daily" warf Google vor, seinen Streit mit der chinesischen Regierung über Einschränkungen bei der Berichterstattung über Menschenrechte zu "politisieren".

Ferner sorgt Tiffany mit Vierteljahreszahlen für Aufmerksamkeit. Der Gewinn der Juwelierkette im Schlussquartal hatte die Erwartungen nicht erfüllen können.

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