US-Börsen uneinheitlich, Dow auf Jahreshoch

Nach der Rally zu Wochenbeginn hat der Dow Jones am Dienstag weiter zugelegt – zum fünften Mal hintereinander – und erneut ein Jahreshoch markiert: +0,2 % auf 10.246,97 Punkte. S&P 500 -0,01 %. Nasdaq Composite -0,14 %. Nasdaq 100 + 0,27 %.

Neben den als eher defensiv geltenden Aktien von Konsumunternehmen wurden auch wieder Finanztitel gekauft. Die Kursgewinne fielen jedoch bei weiten nicht so hoch aus wie noch am Montag.

Enttäuschende Nachrichten vor allem aus dem Technologiesektor trübten Händlern zufolge etwas die Stimmung. Weiteres Gesprächsthema war der Plan von Christopher Dodd, dem Vorsitzenden des Bankenausschusses im US-Senat, zur Gründung einer neuen Aufsichtsbehörde für die Finanzwirtschaft.

Unter den Einzelwerten kletterten die Papiere der Bank of America um 1,65 % auf 16,03 US-Dollar. Bereits an den europäischen Börsen standen viele Finanzwerte auf der Einkaufsliste der Anleger weit oben. Die britische HSBC hatte mitgeteilt, dass die Verluste bei US-Verbraucherkrediten zum ersten Mal seit drei Jahren gesunken seien. Dahinter folgten die Papiere von American Express mit einem Aufschlag von 1,61 % auf 39,68 Dollar. Dem Unternehmen zufolge legten die Kreditkarten-Umsätze im Oktober gegenüber dem Vormonat zu.

Außerhalb des Dow verteuerten sich die Titel der American International Group (AIG) um 3,9 % auf 37,59 Dollar. Der massiv vom Staat gestützte Versicherungsriese habe bei seinem Umstrukturierungsplan handfeste Fortschritte gemacht und dürfte die staatlichen Hilfen zurückzahlen können, zeigten sich die Analysten von Moody's zuversichtlich.

Daneben legten die Papiere von Wal-Mart um 0,6 % auf 52,31 Dollar zu. Analystin Eloise Veillet von der SocGen zufolge dürfte der weltgrößte Einzelhändler sein Ziel für den Gewinn je Aktie im dritten Quartal wahrscheinlich erreichen. Andere Konsumwerte wie die Papiere von Kraft Foods, Johnson & Johnson und Coca-Cola gewannen ebenfalls überdurchschnittlich. Ferner bekräftigte Monsanto seinen Gewinnausblick für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktien kletterten um 5,23 % auf 73,66 Dollar.

Darüber hinaus sorgte unter anderem Tyco mit Zahlen für Gesprächsstoff. Der US-Mischkonzern hatte im vierten Geschäftsquartal besonders wegen der schwachen Nachfrage in seinem Geschäft für Elektro- und Metallprodukte weniger verdient und umgesetzt. Die Papiere fielen um 1,53 % auf 34,85 Dollar.
Electronic Arts hatte für das Ende September abgeschlossene zweite Geschäftsquartal am Montag nach Börsenschluss einen Verlust von 391 Mio. Dollar gemeldet. Die Aktien von Electronic Arts sackten um 6,35 % auf 18,29 Dollar ab.

Schließlich kann der Netzwerkausrüster Cisco den Widerstand von Tandberg nicht brechen. Nur 9,37 % des Kapitals des norwegischen Anbieters von Videokonferenztechnik hat die drei Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte angenommen, wie Cisco mitteilte. Die Amerikaner wollen ihr Angebot ohne Veränderungen bis zum 18.11. verlängern. Danach will Cisco darüber entscheiden, ob das Angebot verbessert oder das Ansinnen aufgegeben wird. Cisco-Papiere sanken um 1,42 % auf 23,65 Dollar.