US-Börsen zur Eröffnung im Minus

Amazon schwach

US-Börsen zur Eröffnung im Minus

Google nach Quartalszahlen im Plus, MasterCard im Minus.

Die US-Börsen haben am Freitag im Frühhandel Abschläge hinnehmen müssen. Bis gegen 16.00 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 182,93 Einheiten oder 1,15 Prozent auf 15.665,68 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 15,87 Punkte oder 0,88 Prozent auf 1.778,32 Zähler. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich um 32,38 Punkte oder 0,79 Prozent auf 4.090,75 Einheiten.

In den USA standen zu Wochenschluss eine Reihe Konjunkturdaten am Programm. Das von der Universität Michigan erhobene Stimmungsbarometer stieg auf 81,2 Punkte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 81 Punkte gerechnet. Der Einkaufsmanagerindex für Chicago verzeichnete einen Rückgang, allerdings lag er mit 59,6 Punkten noch leicht über den Erwartungen von Marktbeobachtern. Bereits zuvor wurde bekannt, dass die US-Konsumausgaben im Dezember weiter gestiegen sind. Sie lagen 0,4 Prozent höher als im Vormonat. Die privaten Einkommen verharrten hingegen auf Vormonatsniveau.

Unter der Einzeltiteln sorgten Amazon für Aufsehen, die im Frühhandel um 7,21 Prozent auf 373,92 Dollar abstürzten. Der weltgrößte Online-Händler hat mit den am Vortag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Das Wachstum hat sich im wichtigen Weihnachtsgeschäft verlangsamt. Zudem sorgten Aussagen zum Ausblick für Verunsicherung. Wegen hoher Investitionen will Konzernchef Jeff Bezos zunächst Marktanteile gewinnen und erst später verdienen.

Ähnlich deutlich ging es für MasterCard abwärts, die 6,91 Prozent auf 74,25 Dollar verloren. Die kurz vor Handelsbeginn veröffentlichten Quartalszahlen des Kreditkartenkonzerns enttäuschten die Anleger sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn, der um vergleichsweise magere drei Prozent auf 623 Millionen US-Dollar (460 Mio. Euro) angestiegen ist.

Besser lief es für Google, das bereits am Vortag nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt hatte. Dank eines florierenden Werbegeschäfts verdiente der Internetkonzern unter dem Strich 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Euro). Das ist ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Anleger zeigten sich zufrieden, die Titel stiegen um 2,69 Prozent auf 1.165,33 Dollar.

Aufwärts ging es auch für Microsoft. Zuletzt hatten Medien berichtet, dass der Chefposten nun doch mit einem Firmen-Insider besetzt werden könnte: Der aktuell für das Firmenkunden-Geschäft zuständige Manager Satya Nadella könnte zum Zug kommen. Zudem soll sich Firmengründer Bill Gates vollständig aus dem Konzern zurückziehen. Microsoft-Titel notierten zuletzt mit einem Plus von 0,16 Prozent bei 36,93 Dollar.

Kurz vor Handelsbeginn veröffentlichte Chevron aktuelle Quartalszahlen. Vor allem aufgrund von fallenden Preisen im Raffineriegeschäft ist der Überschuss des Öl-Konzerns im abgelaufenen Vierteljahr um fast ein Drittel auf 4,93 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) eingebrochen. Die Anteilsscheine fiel daraufhin um 3,41 Prozent auf 112,47 Dollar.