Wall Street schließt ohne klare Richtung

US-Börsen

Wall Street schließt ohne klare Richtung

Der Dow Jones gab 44,12 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 16.414,44 Zähler ab.

Die Wall Street hat am Dienstag ohne einheitliche Richtung geschlossen. Der Dow Jones gab belastet von negativ aufgenommenen Quartalszahlen 44,12 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 16.414,44 Zähler ab. Der S&P-500 Index stieg hingegen um 5,10 Punkte (plus 0,28 Prozent) auf 1.843,80 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index legte um 28,18 Einheiten oder 0,67 Prozent auf 4.225,76 Zähler zu.

Nachdem die Wall Street zum Wochenstart wegen des "Martin Luther King-Day" feiertagsbedingt geschossen gehalten hatte, fanden die US-Indizes am ersten Handelstag der Woche somit keinen gemeinsamen Trend. Im Fokus der Anleger stand dabei - nicht zuletzt in Ermangelung wesentlicher Konjunkturdaten - einmal mehr die laufende Berichtssaison.

So rutschten die Titel von Verizon mit einem Minus von 1,34 Prozent unter die größten Verlierer im Dow Jones, obwohl der Telekomkonzern die Gewinnschätzungen der Analysten übertroffen hatte. Darüber hinaus wurde bekannt, das Verizon Kaufinteresse am TV-Dienst des Chipherstellers Intel hegt. Intel büßten bis Handelsschluss 1,01 Prozent ein.


Auch Travelers fielen um 1,70 Prozent auf 85,00 Dollar, obwohl der Versicherer seinen Gewinn im vergangenen Jahr um 2,10 Prozent erhöhen konnte. Mit seinen Kapitalanlagen hatte das Unternehmen wegen des Niedrigzinsumfeldes allerdings schlechter verdient.

Ebenfalls schwächer nach Zahlen zeigten sich Johnson & Johnson, die Pharmaaktien verloren 1,08 Prozent auf 94,03 Dollar. Der Konzern hatte sich im vierten Quartal dank starker Zuwächse im Pharmageschäft zwar besser als erwartet geschlagen, der Gewinnausblick für 2014 verfehlte aber die Marktschätzungen.

Besser wurden unterdessen die Zahlen von Delta Airlines aufgenommen - nachdem die Airline im Schlussquartal 2013 ihren Gewinn klar erhöhen konnte, verteuerten sich ihre Aktien um 3,25 Prozent auf 32,08 Dollar.

Sehr fest zeigten sich zudem die Papiere des Alukonzerns Alcoa: Nachdem die Analysten von JPMorgan ihre Empfehlung von "Neutral" auf "Overweight" und ihr Kursziel von 6 auf 15 Dollar erhöht hatten, schnellten Alcoa um 6,78 Prozent auf 12,13 Dollar hoch.

Blackberry zogen gar um satte 9,36 Prozent an. Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg teilte das US-Verteidigungsministerium mit, dass die Smartphones des Konzerns für 98 Prozent der Geräte in einem seiner Netzwerke verwendet werden sollen.

Ebenso gut gesucht präsentierten sich Dow Chemical, die von Berichten über den Einstieg eines Hedgefonds profitierten und 6,64 Prozent dazugewannen. Vor ihrer nachbörslichen Zahlenvorlage legten Texas Instruments 0,92 Prozent zu. IBM (minus 0,87 Prozent) und AMD (minus 0,204 Prozent), die ebenso nach Börsenschluss ihre Quartalszahlen vorlegen, verbilligten sich hingegen bis Handelsschluss.