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Wien startet leichter: ATX wieder 0,89 Prozent leichter

In einem schwachen Umfeld ging der ATX erneut zurück. Allerdings hat das Wiener Parkett die vergangenen "freundlichen" Stimmungen ebenso erfolgreich ignoriert. Nun ja, mangels Unternehmensnachrichten prägten in Wien neue Analysteneinschätzungen die Meldungslage.

Zum Verbund wurden zwei negative Expertenmeinungen publik. Die UniCredit kürzte ihr Kursziel für den Stromversorger von 31,50 auf 28,50 Euro und bewertet die Titel weiterhin mit "hold". Die Spezialisten der Erste Group stuften die Papiere von "hold" auf "reduce" zurück. Die Verbund-Titel fielen im Frühgeschäft um 1,46 % auf 28,25 Euro.

Intercell tendierten unverändert auf 20,5 Euro, nachdem Merrill Lynch ihr Kursziel für den Impfstoffentwickler von 26 auf 24 Euro nach unten revidiert hatte. UniCredit sieht das Papier nach wie vor als "Buy" mit Kursziel 29. Allerdings sind die krausen Analysten-Stimmen zu diesem Titel kaum mehr ernst zu nehmen, denn sie differieren locker um einige hundert Prozent.

Palfinger bauten ein Minus von 1,12 % auf 16,7 Euro. Am Vortag waren die Aktien des Kranherstellers noch ohne fundamentale Nachrichten (wenn man von einigen wirren Analysten-Stimmen absieht, die das Papier nach unten prügeln wollen) um mehr als 6 % angezogen. Die UniCredit-Experten senkten ihr Kursziel für das Salzburger Unternehmen von 18,7 auf 17 Euro und bestätigten ihr Anlagevotum "hold".

Andritz gaben um 1,58 % auf 41,83 Euro nach. Der steirische Anlagenbauer wird zum Wochenausklang über seine Geschäftszahlen für 2009 berichten.

Kursverluste mussten auch die Banken verbuchen. Raiffeisen International verbilligten sich um 2,47 % auf 31,99 Euro und Erste Group ermäßigten sich um 1,25 % auf 27,65 Euro.

Zulegen konnte unter den heimischen Blue Chips die Telekom Ausria-Aktie mit einem Plus von 0,64 % auf 9,48 Euro. Das Schwergewicht hat gestern ein 52-Wochen-Tief markiert, obgleich hier mittlerweile die Dividendenrendite bei mehr als 8 % liegt. Nach tieferen Rohölpreisen sanken OMV um 1,00 % auf 26,63 Euro. Generell ist der übertriebene Ausverkauf in Wien nur mehr unter verwegenen Insidern nachzuvollziehen.

Der ATX Prime notierte bei 1.138,06 Zählern und damit um 0,80 % oder 9,21 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In neun Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 924.575 (Vortag: 787.056) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 40,665 (29,55) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.