Indien und Brasilien haben am Samstag eine Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart.
Im Beisein von Premierminister Narendra Modi und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva unterzeichneten Vertreter beider Länder in Neu-Delhi ein Abkommen zur stärkeren Kooperation im Bergbau- und Mineraliensektor. Ziel sei es, den bilateralen Handel in den kommenden fünf Jahren auf mehr als 20 Milliarden Dollar zu steigern, sagte Modi.
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Indien benötigt für seine wachsende Stahlindustrie und den Ausbau der Infrastruktur dringend Rohstoffe wie Eisenerz. Bei diesen Rohstoffen zählt Brasilien zu den weltweit führenden Produzenten.
Wichtigster Partner
Das Handelsvolumen zwischen den beiden Brics-Staaten liegt derzeit bei rund 15 Milliarden Dollar. Brasilien ist damit bereits der wichtigste Handelspartner Indiens in Lateinamerika. Lula sprach sich während seines dreitägigen Staatsbesuchs dafür aus, Geschäfte künftig verstärkt in den eigenen Landeswährungen statt in US-Dollar abzuwickeln. Spekulationen über eine gemeinsame Währung der Brics-Gruppe erteilte er jedoch eine Absage. Neben dem Rohstoffsektor wollen die beiden seit 2006 strategisch verbündeten Länder künftig auch bei Technologie, Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Halbleitern enger kooperieren.