ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX gut behauptet bei 2.481,69 Punkten

ATX wurde mit 2.481,69 Punkten nach 2.480,01 Einheiten am Mittwoch errechnet.

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag im frühen Handel bei gutem Anfangsvolumen mit gut behaupteter Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.481,69 Punkten nach 2.480,01 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Plus von 1,68 Punkten bzw. 0,07 Prozent.

Die Eröffnungsgewinne beim ATX wurden damit klar eingegrenzt. Das europäische Börsenumfeld wendete bereits in den Minusbereich. Nach Einschätzung eines Marktteilnehmers werde die Tendenz in Wien bis zur Eröffnung der Wall Street seitwärts gerichtet sein und die weitere Entwicklung von der Stimmung an den US-Börsen abhängen.

Am heimischen Markt rückten vor allem die vor Handelsbeginn publizierten Geschäftsergebnisse in den Blickpunkt der Anleger. Die Aktie der voestalpine reagierte positiv auf die präsentierten Zahlen zum Auftaktquartal 2010/11 und gewann um 0,51 Prozent auf 25,51 Euro. Das veröffentlichte Zahlenwerk konnte sowohl beim Umsatzausweis als auch auf Ergebnisseite die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Deutlicher nach oben ging es für Vienna Insurance (VIG) mit einem Kursaufschlag von 1,57 Prozent auf 37,31 Euro. Ein Marktteilnehmer bezeichnete das Zahlenwerk des Versicherers in einer ersten Reaktion als "besser als die Konsensuserwartung der Analysten" bzw. als "sehr gut".

Ein kleines Minus von 0,32 Prozent auf 37,00 Euro verbuchten hingegen bwin. Der Internetsportwettenabieter erzielte im 2. Quartal einen Nettoverlust von 2,8 Mio. Euro, steigerte jedoch die Spielerträge um 34 Prozent. Analysten der UniCredit hatten mit einem Nettoverlust von 4,6 Mio. Euro gerechnet.

Wienerberger befestigten sich nach einer positiven Analystenmeinung um 0,74 Prozent auf 10,83 Euro. Die Experten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Titel des Ziegelhersteller nach der Ergebnispräsentation zum zweiten Quartal 2010 von 11,90 auf 12,30 Euro angehoben. Das Anlagevotum wurde mit "neutral" beibehalten.

Etwas tiefere Kurse verbuchten die Bankenwerte. Raiffeisen International verbilligten sich um 0,53 Prozent auf 34,42 Euro und Erste Group gingen um 0,48 Prozent auf 30,00 Euro zurück.

Scholler-Bleckmann gaben nach den starken Vortagesgewinnen um 1,75 Prozent auf 40,90 Euro nach. Am Mittwoch zogen die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters nach Vorlage von Geschäftszahlen um fast sieben Prozent an.

Der ATX Prime notierte bei 1.190,78 Zählern und damit um 0,13 Prozent oder 1,52 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 22 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und drei unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.528.432 (Vortag: 1.095.030) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 30,461 (26,20) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.