Wiener Börse

ATX sinkt um 2,9%

Wiener Börse schließt schwach

Ein beachtliches Minus von 9,19 Prozent auf 20,84 Euro gab es bei der voestalpine.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel satte 54,06 Punkte oder 2,90 Prozent auf 1.810,02 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 35 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.845 Punkten.

Der ATX musste in einem schwachen Börsenumfeld überproportionale Verluste einstecken. Belastet wurde der heimische Leitindex vor allem von der Talfahrt der voest-Aktie und der Schwäche der Bankenwerte.

Unter dem Eindruck der Schuldenkrise zeigten sich die Finanztitel europaweit schwach. In Wien rasselte die Erste Group-Aktie um 4,67 Prozent auf 13,26 Euro in die Verlustzone. Raiffeisen Bank International knickten um 3,81 Prozent auf 16,40 Euro ein.

Ein beachtliches Minus in der Höhe von 9,19 Prozent auf 20,84 Euro gab es bei der voestalpine. Der Unternehmensausblick auf das Gesamtjahr schickte die Stahlaktie in den Keller, hieß es aus dem Handel. Konzernchef Eder gab nach der Präsentation der Halbjahreszahlen eine Gewinnwarnung für heuer aus und erwartet, dass das operative Ergebnis 2011/12 um zehn Prozent zum Vorjahr zurückgehen werde, nachdem im Sommer noch ein klares Plus erwartet worden war.

Gegen den Abwärtssog konnten sich die Post-Anteilsscheine mit einem Plus von 1,44 Prozent auf 21,80 Euro stemmen. Vor Börseneröffnung legte die Post AG 9-Monatsergebnisse vor. Ein Marktteilnehmer bewertete die Post-Zahlen in einer ersten Einschätzung etwas besser als erwartet.

Vienna Insurance-Papiere hielten sich ebenfalls im positiven Terrain und befestigten sich um 1,12 Prozent auf 26,64 Euro. Hier könnte eine neue Analystenmeinung der Aktie nach oben geholfen haben. Laut einem Händler revidierten die Barclays-Experten ihr Votum für den Versicherer auf "overweight" nach oben.

Rosenbauer verabschiedeten sich mit einem moderaten Minus von 0,05 Prozent auf 30,39 Euro aus der Handelstag. Der Feuerwehrausrüster wird zum Wochenschluss über die Drittquartalszahlen berichten.

Do&Co ermäßigten sich bei dünnen Umsätzen um 0,67 Prozent auf 29,65 Euro. Der Caterer steigerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011/2012 den Umsatz und die Ergebnisse.

Andritz schwächten sich um 2,80 Prozent auf 63,28 Euro ab. Der Anlagenbauer erhielt in Großbritannien einen Auftrag im Volumen von 79,5 Mio. Euro.

Schoeller-Bleckmann (SBO)
gaben ungeachtet einer positiveren Analystenmeinung um 3,01 Prozent auf 64,78 Euro nach. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters von 65 auf 72 Euro nach oben revidiert und das Anlagevotum "Buy" bekräftigt.