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Wiener Börse schließt mit Verlusten

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Wienerberger nach vier Jahren wieder in Gewinnzone, Tagessieger im ATX.

Die Wiener Börse hat am Mittwoch erneut klar tiefer geschlossen. Der ATX fiel 34,71 Punkte oder 1,63 Prozent auf 2.100,28 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund neun Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.109,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,22 Prozent, DAX/Frankfurt -2,82 Prozent, FTSE/London -1,71 Prozent und CAC-40/Paris -2,34 Prozent.

Damit schloss der heimische Leitindex den zweiten Tag in Folge mit deutlichen Verlusten. Am Vortag hatte er bereits fast zwei Prozent eingebüßt. Dass die Ölpreise zu Wochenmitte weiter gefallen sind, belastete europaweit den Aktienhandel.

Bei den Einzelwerten gewannen Wienerberger-Aktien an der ATX-Spitze 3,26 Prozent auf 14,90 Euro. Der Ziegelhersteller ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nach vier Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Nettogewinn belief sich auf 36,5 Mio. Euro. Vor allem das vierte Quartal sei stark ausgefallen, kommentierten die Analysten der UBS. Unterstützend hätten Verbesserungen in Europa gewirkt, auch wegen des besseren Wetters. Bei der Citigroup spricht man von "guten Zahlen fürs Gesamtjahr".

Ebenfalls positiv reagierten die Anleger auf die Zahlenvorlage der Kapsch TrafficCom. Die Papiere des Anbieters von Mautsystemen schlossen mit einem Plus von 3,15 Prozent bei 32,75 Euro und waren damit zweitgrößter Gewinner im prime market. Das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 brachte einen Umsatzanstieg um 20 Prozent auf 134,3 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Plus von 6,1 Mio. Euro erzielt.

Hingegen rutschten Zumtobel-Papiere mit einem Minus von 6,67 Prozent auf 16,01 Euro ans untere Ende des prime market. Damit profitierten sie nicht von der Nachricht, dass das Tochterunternehmen Tridonic mit Panasonic eine Patentlizenzvereinbarung geschlossen hat. Klar schwächer schlossen auch Valneva-Papiere mit einem Minus von 5,97 Prozent auf 3,29 Euro. Die Biotechfirma erwartet für heuer Umsätze von 90 bis 100 Mio. Euro.

Im Branchenvergleich gehörten Finanzwerte zu den größten Verlierern: Bei den Versicherern büßten Vienna Insurance 3,58 Prozent auf 20,74 Euro ein und UNIQA verloren 2,42 Prozent auf 5,39 Euro. Bei den Banken fielen Erste Group um 2,99 Prozent auf 24,18 Euro und Raiffeisen gaben um 2,07 Prozent auf 11,37 Euro nach.
 

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