Wiener Börse schließt schwächer

Abschläge

Wiener Börse schließt schwächer

Der ATX fiel 8,4 Punkte oder 0,33 Prozent auf 2.565,78 Einheiten.

Die Wiener Börse ist am Dienstag mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der ATX fiel 8,4 Punkte oder 0,33 Prozent auf 2.565,78 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sechs Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.560 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,37 Prozent, DAX/Frankfurt +0,86 Prozent, FTSE/London +0,59 Prozent und CAC-40/Paris +0,34 Prozent.

Während europaweit der unter den Erwartungen gebliebene US-Arbeitsmarktbericht überwiegend für Kursgewinne sorgte, blieb der ATX im Minus stecken. Händler verwiesen auf das schlechte Abschneiden der beiden Indexschwergewichte Telekom Austria (TA) und voestalpine als Belastungsfaktor. Bis Mittag rutschte der heimische Leitindex über ein Prozent ab. Der US-Arbeitsmarktbericht sorgte aber am Nachmittag für Erholung und der ATX reduzierte bis Handelsschluss seine Abschläge.

TA-Papiere litten unter den Ergebnissen der Mobilfunkfrequenzen-Auktion vom Montag und schlossen nach Verlaufsverlusten von über acht Prozent 5,70 Prozent tiefer bei 5,92 Euro. Analysten hatten bei der Auktion mit einem Kaufpreis von rund 500 Mio. Euro gerechnet. Stattdessen legte die TA für die Hälfte der angebotenen Frequenzen 1,03 Mrd. Euro auf den Tisch, die nun mittels zusätzlicher Fremdfinanzierung aufgebracht werden müssen, wodurch das Kreditrating und die Unternehmensergebnisse unter Druck geraten könnten, hieß es von Analystenseite. Telekom Austria-Chef Hannes Ametsreiter sieht durch die LTE-Lizenzersteigerung momentan keinen Bedarf an einer Kapitalerhöhung, am Ausblick für das heurige Jahr werde festgehalten.


voestalpine verbilligten sich 1,21 Prozent auf 35,38 Euro. Die Wertpapierexperten der UBS hatten zuvor in einer Branchenstudie ihr Kursziel für den Stahlkocher von 32 auf 31 Euro zurückgenommen und die Empfehlung „Sell“ bestätigt. Vor allem die flach erwartete Stahlpreisentwicklung dämpfe das Aufwärtspotenzial, hieß es.

Die beiden Bankwerte schlossen mit unterschiedlichen Vorzeichen. Raiffeisen büßten 0,63 Prozent auf 25,19 Euro ein, während sich Erste Group 0,22 Prozent auf 24,66 Euro befestigten.

Im prime market übernahmen Valneva mit einem Plus von 5,57 Prozent auf 4,83 Euro den Spitzenplatz. Schon am Montag waren die Titel des Impfstoff-Herstellers um knapp zehn Prozent angesprungen nachdem die US-amerikanische Gesundheitsbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) dem Valneva-Impfstoff "Ixiaro" eine siebenjährige Marktexklusivität im Bereich der Kinderheilkunde genehmigt hatte.

UNIQA (minus 1,66 Prozent auf 8,75 Euro) stärkt ihre Marktposition in Südosteuropa. Der österreichische Versicherungskonzern kauft die Kroatien- und Serbien-Töchter der Schweizer Versicherungsgruppe Baloise (Basler). Künftig belegt UNIQA in den beiden Ländern den 4. bzw. 5. Rang mit Marktanteilen von 7 bzw. 8 Prozent. Der Kaufpreis beträgt 75 Millionen Euro, der Abschluss der Akquisition (Closing) soll im 1. Quartal 2014 erfolgen, teilte die UNIQA mit.