Wiener Börse startet schwach

ATX -0,84 Prozent

Wiener Börse startet schwach

Negative Vorgaben aus Übersee - Buwog nach Quartalszahlen im Minus.

Der Wiener Aktienmarkt hat am Dienstag im Frühhandel Kursverluste eingefahren. Der heimische Leitindex ATX notierte um 9.15 Uhr bei 2.150,18 Zählern um 18,28 Punkte oder 0,84 Prozent unter dem Montag-Schluss (2.168,46). Bisher wurden 532.388 (Vortag: 251.678) Aktien gehandelt (Einfachzählung).

Damit dürfte der heimische Leitindex an seine klaren Vortagesverluste anknüpfen. Die Vorgaben aus Übersee sind alles andere als positiv: An der Wall Street hatte der Dow Jones über 1,9 Prozent eingebüßt und den fünften Verlusttag in Folge verzeichnet. In Tokio ist der japanische Nikkei-225 Index sogar um über vier Prozent abgerutscht. Neuerlich machten sich unter den Anlegern Sorgen um einen globalen Konjunkturabschwung breit.

Auf Unternehmensseite hat die Buwog vorbörslich Zahlen zum ersten Geschäftsquartal vorgelegt. Der gewinnbringende Zukauf von tausenden Wohnungen in Deutschland Mitte 2014 ist in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 voll sichtbar geworden. Unterm Strich stand von Mai bis Juli nun ein Nettogewinn von 96,6 Mio. Euro, nach 6,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Dabei halfen aber auch Bewertungseffekte (Finanzergebnis) massiv. Im Eröffnungshandel verloren die Papiere der Buwog 0,76 Prozent auf 18,26 Euro.


Ebenfalls schwächer tendierten die Titel der Telekom Austria, die um 1,29 Prozent auf 4,99 Euro fielen. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien von 6,70 auf 5,6 Euro gesenkt. Das Anlagevotum lautet weiterhin "Hold".

Unter den ATX-Schwergewichten hielten sich nur voestalpine knapp in der Gewinnzone - sie gewannen 0,15 Prozent auf 29,22 Euro, nachdem sie am Vortag über vier Prozent nach unten gerasselt waren. Aktien von Zulieferern der Autoindustrie hatten, belastet vom VW-Dieselskandal, europaweit äußerst schwach tendiert.