Wiener Börse startet schwächer

ATX verliert 0,63 Prozent

Wiener Börse startet schwächer

Wienerberger und Semperit präsentierten Zahlen.

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im frühen Handel bei geringem Anfangsvolumen mit schwächerer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.163,43 Punkten nach 2.183,43 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 20 Punkten bzw. 0,92 Prozent.

In einem schwachen europäischen Börsenumfeld musste auch der ATX klare Verluste hinnehmen. International verwiesen Marktteilnehmer auch verhaltenen Überseevorgaben und die Unklarheiten rund um das Euro-Krisenland Griechenland.

Am heimischen Markt rückten mit publizierten Drittquartalszahlen Wienerberger und Semperit ins Blickfeld der Akteure. Der Flughafen Wien gab zudem seine Passagierzahlen für den Oktober bekannt.

Die Aktie des Ziegelherstellers Wienerberger reagierte auf die Zahlenvorlage mit einem Plus von 0,68 Prozent auf 5,80 Euro. Das Unternehmen litt im dritten Quartal weiter an der schlechten Immobilienkonjunktur in Europa. Wegen eines großen Zukaufs erzielte Wienerberger aber ein deutlich höheres Geschäftsvolumen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 43 Prozent auf 755 Mio. Euro und das Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um 25 Prozent auf 101 Mio. Euro.

Semperit-Titel sanken bei sehr dünnen Handelsumsätzen um 1,11 Prozent auf 32,11 Euro. Der Gewinnrückgang beim Kunststoff-und Kautschukproduktehersteller hat sich im 3. Quartal durch das konjunkturbedingt schwierige Marktumfeld beschleunigt. Das operative Ergebnis (EBIT) sank von Juli bis September im Jahresabstand um 12,6 Prozent auf 20,2 Mio. Euro.

Der Flughafen Wien verbuchte im Oktober 1,99 Mio. Passagiere - um vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Airport-Aktie wurde bis dato noch nicht gehandelt.

Unter den Schwergewichten schwächte sich die Stahlaktie voestalpine um 2,03 Prozent auf 23,17 Euro. OMV verloren um 1,53 Prozent auf 26,72 Euro. Negative Vorzeichen gab es auch im Finanzbereich zu sehen. Erste Group verbilligten sich um 1,51 Prozent auf 20,26 Euro und Raiffeisen verbuchten ein Minus von 1,15 Prozent auf 30,50 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.063,02 Zählern und damit um 0,85 Prozent oder 9,06 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich acht Titel mit höheren Kursen, 24 mit tieferen und zwei unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 478.566 (Vortag: 256.417) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 11,049 (5,76) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.