Espresso

Für 1 Milliarde: Kult-Kaffee-Marke vor Verkauf

Der italienische Kaffeeröster Segafredo könnte bald den Eigentümer wechseln. 

Der Fonds QuattroR und der Unternehmer Massimo Zanetti, die die Mehrheit am Unternehmen halten, haben die Investmentbanken Lazard sowie Intesa Sanpaolo-Imi beauftragt, den Markt nach potenziellen Investoren zu sondieren, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Donnerstag.

Zu den Interessenten sollen sowohl Finanzinvestoren als auch Industriegruppen zählen, insbesondere aus Mitteleuropa, die ihr Portfolio um eine etablierte italienische Marke erweitern wollen, berichtete das Blatt. Das Unternehmen könnte dabei mit rund einer Milliarde Euro bewertet werden.

Gruppe erzielte 2025 Umsatz von 1,3 Mrd. Euro

Die Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 86 Mio. Euro und kehrte damit in die Gewinnzone zurück. Grundlage ist ein seit 2023 laufender Restrukturierungs- und Wachstumsplan, im Zuge dessen der Fonds QuattroR mit 50 Prozent eingestiegen war, um die durch Schulden belastete Kapitalstruktur zu stärken.

Unter der Leitung des neuen CEO Pierluigi Tosato hat das in Villorba in der norditalienischen Provinz Treviso ansässige Unternehmen Kosten gesenkt, unter anderem durch die Schließung der griechischen Tochtergesellschaft, und die Marke Segafredo insbesondere in Italien neu positioniert. Der Konzern ist in 110 Ländern aktiv, darunter Österreich. Er umfasst über 20 Produktionsstätten in Europa, Asien und Amerika, führt rund 40 Marken und beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeitende. Der Strategieplan bis 2028 sieht ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent vor.

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