Hannover Rück mit Geschäft im Halbjahr zufrieden

Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück blickt nach dem ersten Halbjahr optimistisch auf das restliche Geschäftsjahr. "Das Geschäft in den ersten sechs Monaten lief gut, das macht zuversichtlich, dass wir 2009 unser Gewinnziel von 600 Mio. Euro erreichen werden", sagte der neue Firmenchef Ulrich Wallin am 1. Juli.

"Wir erwarten im zweiten Quartal Großschäden von unter zehn Prozent der Nettoprämie und stabile Erträge aus Kapitalanlagen." Ein Gewinn in der Größenordnung von 700 Mio. Euro hält er frühestens für den Zeitraum 2012/2013 für möglich. Die jüngsten Katastrophen schlagen bei Hannover Rück unterschiedlich zu Buche. "Aus dem Air-France-Unglück erwarten wir eine Netto-Belastung von 30 Millionen Euro", sagte Wallin. Die Gasexplosion in Italien und der Airbus-Absturz in Afrika würden bei dem Konzern aber wohl nicht als Großschaden mit einer Belastung von mehr als fünf Millionen Euro zu Buche schlagen.

Das Marktumfeld für Rückversicherer ist nach Wallins Einschätzung weiterhin gut. Erstversicherungen, die im Zuge der Finanzkrise viel Kapital verloren haben, kaufen mehr Versicherungsschutz ein. "Die Preisanstiege im Rückversicherungsmarkt haben sich zum 1. Juni und 1. Juli fortgesetzt aber entgegen unserer Erwartungen nicht beschleunigt", sagte Wallin. Zukäufe seien weiterhin Teil des Expansionskurses und dabei der Erwerb von Portefeuilles in Europa und Kanada besonders interessant, sagte er. "Derzeit gibt es aber keine konkreten Projekte."