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Mögliche Marktmanipulation

Head zieht Zorn seiner Aktionäre auf sich

Investoren haben nur noch wenige Tage Zeit, bei Kapitalerhöhung mitzuziehen.

Der niederländische Sportartikelhersteller Head NV, der auch eine Produktionsstätte in Vorarlberg betreibt und an der Wiener Börse notiert, hat den Zorn seiner Aktionäre auf sich gezogen. Investoren haben noch bis Freitag (18. Februar) Zeit, bei einer Kapitalerhöhung in Höhe von etwa 9,5 Mio. Euro mitzuziehen, andernfalls droht ihnen eine Verwässerung ihrer Anteile, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Die Kapitalaufstockung gab das Unternehmen erst am 11. Februar bekannt. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) geht einer möglichen Marktmanipulation nach, sagte FMA-Vorstand Kurt Pribil der Agentur.

Head-Chef als Profiteur
Profitieren soll davon offenbar Head-Chef Johan Eliasch: "Eliasch schlägt eine sehr stark verwässernde Kapitalerhöhung vor, bei der er der Einzige ist, der davon profitiert", zitiert Bloomberg Marco Elser, einen Partner der Investmentbank Advicorp Plc. Eliasch selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, heißt es.

Keine Pläne für "Privatunternehmen"
Falls die Aktionäre bei der Kapitalerhöhung nicht mitziehen, habe Eliasch mit Head vereinbart, die Anteile zu übernehmen, teilte Unternehmenssprecherin Clare Vincent Bloomberg per Mail mit. Es gebe aber keine Pläne, aus Head ein "Privatunternehmen" zu machen.

In Summe werden 200 Millionen neue Vorzugsaktien ausgegeben, die innerhalb von 10 Jahren in Stammaktien umgewandelt werden. Für eine alte Aktie können Anteilsinhaber 2,27 neue Aktien kaufen.