Krise von US-Finanzierer CIT bedroht Wirtschaft

Der US-Wirtschaft droht durch Kapitalprobleme bei einem der größten amerikanischen Mittelstandsfinanzierer eine weitere Belastungsprobe. Unter Hochdruck verhandelt die angeschlagene CIT Group mit den Behörden über neue Geldquellen zur Refinanzierung. Rund eine Million meist kleine und mittelständische Unternehmen hängen von Krediten der CIT ab.

Mit der Bankenaufsicht würden "aktive Diskussionen" zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität geführt, teilte CIT am 12. Juli in New York mit. Zuvor hatte der Finanzierer dem "Wall Street Journal" zufolge eine auf Insolvenzen spezialisierte Anwaltskanzlei engagiert, jedoch keine näheren Angaben dazu gemacht.

Die Notlage der börsennotierten CIT gilt als weiterer Testfall für Amerikas Regierung im Kampf gegen die Krise. Experten sind gespannt, wie stark der Staat im Zweifel bei CIT einspringt. Das Institut gilt zwar nicht als umfassendes Systemrisiko für die Finanzmärkte, es spielt aber dennoch eine wichtige Rolle für die US-Wirtschaft.

CIT hatte bereits 2,3 Mrd. Dollar (1,6 Mrd. Euro) im Zuge des staatlichen Rettungsprogramms für die Finanzbranche (TARP) bekommen. Bisher zögert die Bankenaufsicht aber, dem Institut weitere Wege zur Refinanzierung mit staatlicher Rückendeckung zu erlauben. Ratingagenturen haben die Kreditwürdigkeit von CIT bereits auf "Schrottniveau" herabgestuft.