Lauda fordert Preisnachlass am Flughafen

Gebühren-Reduktion

Lauda fordert Preisnachlass am Flughafen

Niki Lauda verlangt Gebühren-Nachlass für seine Airline, analog zur AUA.

Der Gebührenstreit zwischen dem Flughafen Wien und der AUA ist dem Vernehmen nach beendet. Die AUA, die vom Airport einen Beitrag zur Sanierung gefordert hatte, soll rückwirkend mit Jänner 2010 jährlich 12 Mio. Euro jährlich weniger an den Flughafen zahlen. Offiziell heißt es vom Airport, die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, liefen aber sehr gut. Insidern zufolge soll jedoch letzte Woche eine Einigung erzielt worden sein, die auch in der morgigen Aufsichtsratsklausur Thema ist.

Morgen Aufsichtsrat
Das alarmiert Airliner Niki Lauda. "Wir sind ebenfalls in guten Gesprächen mit dem Airport“, sagt der NIKI-Chef zu ÖSTERREICH. Durch einseitige Preisnachlässe an die AUA dürfe es auf keinen Fall eine Wettbewerbsverzerrung geben. Seine Verhandlungen mit dem Flughafen verliefen durchaus konstruktiv, so Lauda, der "absolute Gleichbehandlung“ fordert. "Ich erwarte ein Äquivalent zum Paket der AUA für meine Airline, und zwar zeitgleich im kommenden Flughafen-Aufsichtsrat“, so Lauda.

Wettbewerbs-Thema
Sollte zunächst nur das AUA-Paket durchgehen, ist damit zu rechnen, dass ordentlich die Fetzen fliegen. Laut Rechtsexperten könnte das dann sogar ein Fall für die Wettbewerbsbehörden in Österreich und Brüssel werden. Seitens des Flughafens wird bekräftigt, dass man mit der AUA und Air Berlin/NIKI zwei starke Partner habe und mit allen Airlines Gespräche führe. Bei dem AUA-Paket geht es dem Vernehmen nach zum Teil um Vereinbarungen, die explizit mit der AUA (die 51,4 % des Passagieraufkommens bringt) zu tun haben, etwa Hangar-Mieten oder Marketingverträge.