Lloyds will insgesamt 15 Mrd. Euro einnehmen

Lloyds bietet neue Aktien mit hohem Abschlag an

Die angeschlagene Lloyds Banking Group lockt die Investoren bei ihrer anstehenden Kapitalerhöhung mit einem hohen Abschlag. Die neuen Aktien werden zu 37 Pence das Stück angeboten. Das sind 59,5 % weniger als der Schlusskurs vom 23.11.

Insgesamt will Lloyds 13,5 Mrd. Pfund (15 Mrd. Euro) bei einer der größten Kapitalerhöhungen der Wirtschaftsgeschichte einnehmen. Lloyds gehört zu den britischen Banken, die am schwersten von der Wirtschaftskrise getroffen wurden.

Die Bank hatte sich mit der Übernahme des ins Straucheln geratenen heimischen Rivalen HBOS verhoben. Der Staat musste stützend einspringen und hält jetzt 43 % an dem Konzern. Um ihren Anteil stabil zu halten, beteiligt sich die Regierung mit 5,7 Mrd. Pfund an der Kapitalerhöhung.

Die Kapitalerhöhung gehört zu einem gut 22,5 Mrd. Pfund schweren Finanzierungspaket, mit dem sich Lloyds zumindest teilweise aus der staatlichen Obhut lösen will. Anders als der Konkurrent Royal Bank of Scotland wird Lloyds aus der teuren staatlichen Absicherung problematischer Wertpapiere aussteigen.