ÖIAG-Chef Beyrer tritt zurück

Nicht einmal 1 Jahr im Amt

ÖIAG-Chef Beyrer tritt zurück

Wechselt nach Brüssel - Reaktion auf massive Kritik bei Telekom-Affäre.

Nicht einmal ein Jahr ist Markus Beyrer der Vorstand der Verstaatlichtenholding ÖIAG - und schon tritt er zurück. "Ich habe das Präsidium des ÖIAG-Aufsichtsrates darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich aus persönlichen Gründen um vorzeitige Auflösung meines Vorstandsvertrages ersuche", so Beyrer in einer Aussendung.

Beyrer (46) wird bereits in den nächsten Tagen zum Chef von Business Europe, einer Lobbyorganisation aus 41 Arbeitgeber- und Industrieverbänden aus 35 europäischen Staaten, bestellt, den Job aber erst im Herbst antreten. Österreichisches Mitglied ist die Industriellenvereinigung (IV), bei der Beyrer sieben Jahre lang Generalsekretär war.

Beyrer war erst seit 1. Juli 2011 Alleinvorstand der Verstaatlichtenholding ÖIAG sowie Aufsichtsratschef bei OMV, Telekom Austria und Post.

Damit dürfte Beyrer die Konsequenzen aus der massiven Kritik im Zusammenhang mit seiner Person bei der Aufarbeitung der Telekom-Affäre gezogen haben. Er stand unter heftiger Kritik, weil er heute Vorsitzender der Telekom-Austria-Taskforce zur Aufklärung verschiedener Korruptionsvorwürfe ist, selber aber vor einigen Jahren, damals als Generalsekretär der IV, auf Einladung des Unternehmens an Jagden des Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly teilgenommen hat.

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