Der Tourismus ließ leicht nach

Rekord

Österreich: So viele Touristen wie nie

Auch im September 2011 gab es ein deutliches Nächtigungsplus.

Vor allem ausländischen Urlaubern hat die österreichische Tourismusbranche ein deutliches Nächtigungsplus in der bisherigen Sommersaison (Mai bis September) zu verdanken. Die Anzahl der Übernachtungen stieg nach vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria um 2,2 Prozent auf 57,47 Millionen, davon entfielen 39,53 Millionen (+2,7 Prozent) auf Ausländer. Knapp 16,5 Millionen Gäste bedeuten ein Rekordniveau. Besonders gut hat sich der Tourismus im September entwickelt - mit 2,8 Prozent mehr Übernachtungen und 4,1 Prozent mehr Ankünften.

Gut aufgestellt
Angesichts der Investitionen in neue Angebote, Seilbahnen und Beschneiungsanlagen sei die Tourismuswirtschaft auch für die kommende Wintersaison gut
aufgestellt, betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V). Dazu investiere die Österreich-Werbung im Rahmen ihrer neuen Winterkampagne insgesamt 14 Mio. Euro in die stärkere Bewerbung des Urlaubs in Österreich.

Abgesehen vom wetterbedingt leicht negativen Juli-Ergebnis (-0,7% bei den Nächtigungen) waren vor allem im wichtigsten Sommermonat August und im September die Nächtigungszuwächse mit +2,5 Prozent und +2,8 Prozent überdurchschnittlich. Auch die ersten beiden Sommermonate Mai und Juni (+4,1 Prozent) bilanzierten positiv. Die Zunahme ist vor allem auf Nächtigungssteigerungen bei den ausländischen Gästen zurückzuführen, aber auch die Übernachtungen von Inländern nahmen um 1,2 Prozent auf 17,94 Millionen zu.

Deutsche Touristen
Vor allem der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland trug mit 21,77 Millionen Übernachtungen (+2,4 Prozent) positiv zum Nächtigungsergebnis bei - 55 Prozent der Ausländernächtigungen entfallen auf die deutschen Gäste. Positiv entwickelten sich auch weitere wichtige Herkunftsmärkte wie die Schweiz (+9,3 Prozent), Tschechien (+13,2 Prozent) oder Ungarn (+15,7 Prozent), während der zweitwichtigste Herkunftsmarkt Holland leicht rückläufig war (-1,5 Prozent). Wie bereits in den vergangenen Monaten haben weitere Herkunftsländer des zentral- und osteuropäischen Raums z.T. deutlich zugelegt: Russland mit +30,2 Prozent, Polen mit +21,6 Prozent oder Rumänien mit +4,1 Prozent.

 Die Anzahl der Gäste zwischen Mai und September 2011 stieg um 4,8 Prozent auf 16,49 Millionen - das ist ein neuer Rekordwert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Dabei konnten sowohl die inländischen (+3,1 Prozent auf 5,82 Millionen) als auch die ausländischen Ankünfte (+5,8 Prozent auf 10,67 Millionen) zulegen.