Prehofer: "Kein besonderer Zeitdruck"

Im Herbst

Prehofer tritt als BAWAG-Vorstand zurück

Die Topmanagerin will im Herbst zu neuen Ufern aufbrechen. Welche das sind, weiß sie noch nicht. Dass ihr Abgang mit strategischen Differenzen zu tun hat, weist sie zurück.

Die Top-Bankerin Regina Prehofer verlässt im Herbst die BAWAG PSK. Prehofer scheidet im September/Oktober nach rund zwei Jahren ein Jahr vor Ablauf ihres Vertrags aus dem Vorstand der österreichischen Cerberus-Tochterbank aus. Ihr Vertrag wäre noch bis September 2011 gelaufen.

Noch keine neuen Pläne

Prehofer sprach von einer "persönlichen Entscheidung. Ich habe mich entschlossen, aus der BAWAG auszuscheiden" - einvernehmlich, im besten Einvernehmen, wie sie betont. Sie freue sich, etwas Neues zu machen. Sie hat sich aber noch nicht entschieden, wo sie ihre Karriere fortsetzen will. "Da gibt es mehrere Möglichkeiten in Österreich", sagte die Bankerin.

Spekulationen, wonach es in der Bankführung oder mit dem amerikanischen Eigentümer strategische Differenzen über die Ausrichtung gegeben haben soll, wies Prehofer zurück. "Das stimmt nicht, es gibt ein sehr gutes Verhältnis". Sie stehe der Bank auch bis Herbst zur Verfügung, für einen geordneten Übergang. Auch die Frage der ÖVAG (da gab es Fusionsgespräche) habe nichts mit ihrer Entscheidung zu tun.

Die 54-jährige gebürtige Oberösterreicherin war seit September 2008 Vorstand für das Privat- und Firmenkundengeschäft in der BAWAG. Davor war sie Vorstand der Bank Austria. BAWAG-Chef Byron Haynes bedauerte die persönliche Entscheidung Prehofers, er respektiere sie aber.