Spritpreise vor Explosion

Steigerungen drohen

Spritpreise vor Explosion

In den Feiertagen werden Diesel und Super auf ein neues Jahreshoch klettern.

Der sprunghafte Anstieg der Treibstoffpreise in den vergangenen Wochen – vor dem letzten Wochenende wurden die heuer höchsten Preise erreicht – dürfte sich fortsetzen, befürchten Experten wie die Sprecherin des Autofahrerklubs ARBÖ, Lydia Ninz: "Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass es keine Entspannung, sondern weitere Preisanstiege in den kommenden Tagen und Wochen geben wird."

Dezember schon jetzt viel teuer als vor einem Jahr
Mit durchschnittlich 1,246 Euro für einen Liter Super wurde laut ARBÖ vergangene Woche der höchste Preis seit über zwei Jahren erreicht. Gleiches passierte mit 1,177 Euro pro Liter beim Diesel. Zwar lagen die gestrigen Preise minimal darunter. Doch im Gesamtmonat Dezember 2009 kostete Diesel durchschnittlich 1,001 Euro je Liter, Eurosuper 1,165 Euro. Heuer liegt der Dezemberdurchschnitt bisher schon bei 1,165 Euro für Diesel und 1,234 bei Superbenzin. Das sind über 16 Cent mehr für Diesel und über 13 Cent mehr bei Super.

Erneute Preiserhöhungen in den nächsten Tagen
Doch dabei wird es nicht bleiben, befürchtet ARBÖ-Expertin Ninz. So seien die Rohölpreise konstant im Bereich von 90 Dollar pro Fass, die Kurse auf dem Rotterdamer Spotmarkt so hoch wie schon lange nicht mehr und die Nachfrage hoch. Zusätzlich konnte sich der Euro zum Dollar in den vergangenen Wochen nicht erholen und hat seine Schutzfunktion verloren. Eine Entwicklung wie im Jahr 2008 mit den bis dato höchsten Spritpreisen aller Zeiten.

Noch ein Grund, warum niedrigere Spritpreise Illusion bleiben, sei die Mineralölsteuer-Erhöhung per 1. 1. 2011. Für die Autofahrer käme nun alles zum ungünstigsten Zeitpunkt zusammen, so Ninz, die bei den Spritpreisen weitere schlimme Erhöhungen für wahrscheinlich hält.