Swap-Affäre: Richter brach Einvernahme ab

Linz

Swap-Affäre: Richter brach Einvernahme ab

Die Befragung des ehemalligen Finanzchefs Werner Penn wurde vertagt.

Die mit Spannung erwartete Einvernahme des ehemalige Finanzdirektor der Stadt Linz, Werner Penn, ist nach zweimaliger Entschlagung des Zeugen am Dienstagnachmittag von Richter Andreas Pablik abgebrochen und auf unbestimmte Zeit vertagt worden.

Penn bzw. sein Rechtsbeistand beriefen sich bei seiner Zeugenverweigerung auf die Gefahr vermögensrechtlicher Nachteile und drohender "Schande". Dies auch im Zusammenhang mit einem laufenden Disziplinarverfahren der Stadt Linz gegen ihn infolge der Swap-Affäre. Die BAWAG-Anwälte orten in dem Vorgehen eine Verzögerungstaktik der Stadt Linz.

Penn hatte als Finanzdirektor der Stadt Linz den Franken-Swap 4175 mit der BAWAG im Jahr 2007 abgeschlossen und gilt deswegen als eine der zentralen Figuren des Prozesses. Der Streitwert des Verfahrens am Handelsgericht Wien beläuft sich bereits auf mehr als eine halbe Milliarde Euro.