Uneinbringliche Forderungen belasten Unternehmen

Österreichs Betriebe verlieren im Schnitt 3,3 % ihres Umsatzes durch uneinbringliche Forderungen. Dies ergab eine im November 2009 im Auftrag des heimischen Marktführers IS Inkasso Service durchgeführte OGM-Studie.

Für die Zukunft sind die Befragten pessimistisch: 61 % glauben, dass die Umsatzverluste künftig noch höhere ausfallen werden. Befragt wurden 400 Entscheidungsträger österreichischer Unternehmen in Telefoninterviews.

Die Zahlungsmoral hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren jedoch verbessert: 73 % der befragten Unternehmer geben derzeit an, sich an das Zahlungsziel zu halten. 2007 und 2005 waren es je 71 % und im Jahr 2003 lediglich 67 %.

Im EU-Vergleich sind die Österreicher gute Zahler: Fast ein Drittel oder 29 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die heimische Bevölkerung "braver zahlt" als die Bürger anderer EU-Länder. 2007 gaben lediglich 15 % an, dass es die Österreicher mit der Zahlungsmoral genauer nehmen.

43 % der im November 2009 Befragten sehen keine Unterschiede in der Zahlungsmoral (2007: 33 %). Lediglich 10 % meinen, dass die heimische Bevölkerung nachlässiger beim Bezahlen ihrer Rechnungen ist. Für die Zukunft glauben 47 %, dass die Zahlungsmoral gleich gut sein wird, 42 % nehmen eine Verschlechterung an und 7 % denken, dass sie sich verbessern wird.