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Zinsen sind so tief wie nie

Die Zinsen bleiben auf Talfahrt, und daran sollte sich in den kommenden Monaten – voraussichtlich sogar Jahren – auch nichts ändern. Der Grund dafür sind die extrem gesunkenen Leitzinsen der EZB, die mit billigem Geld gegen die schwere Wirtschaftskrise kämpft.

Jetzt sind auch die Sätze gefallen, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Das liegt daran, dass die Vertrauens­krise auf den Finanzmärkten weitgehend zu Ende ist. Die Banken haben also weniger Angst, dass sie um ihr Geld umfallen, womit sich auch die Risikoaufschläge verringert haben.

Derzeit ist für Sparer auf den ersten Blick nur bei einer langfristigen Bindung etwas zu holen (siehe Zinsen-Radar), die kurzfristigen Sätze wirken auf den ersten Blick mager.

Sparen bleibt noch immer gute Anlageform

Aber: Im Einklang mit den Zinsen ist auch die Inflation extrem gefallen, sie bewegt sich derzeit sogar bei null Prozent. Die realen Zinsen (Zinsen abzüglich Inflation) sind derzeit also beachtlich. Zwei Prozent bleiben jetzt auch zwei Prozent.

Die entscheidend Frage wird nun sein, ob und inwieweit die Banken nun die Zinsen weiter nach unten anpassen und wie sich die Inflation entwickelt. Faktum ist jedenfalls, dass das Sparbuch derzeit immer noch eine gute Anlageform ist. Zumal die Aktienmärkte (siehe Story rechts) nach wie vor von Unsicherheit geprägt sind.

Auch die Kreditzinsen werden weiter sinken. Die Konditionen werden von den Banken aber immer mehr davon abhängig gemacht, welche Bonität die Kunden haben.