Ex-Minister fühlt sich von Medien verfolgt

Grasser beschwört Unschuld in Buwog-Affäre

"Ich kann beschwören, dass von mir kein Wort zu dieser Privatisierung an irgendwelche Freunde gegangen ist." Weiters sagt er zu ÖSTERREICH: "Unter Garantie habe ich keinen Cent kassiert dabei."

Über seine (früheren) Freunde Peter Hochegger und Walter Meischberger, die für Beratungstätigkeit bei dem Deal knapp 10 Mio. Euro Provision kassiert haben, sei er verärgert: "Natürlich bin ich mehr als sauer auf die. Ich komm' zu der ganzen Geschichte wie die Jungfrau zum Kind. Die haben mich da komplett hineingeritten."

Der frühere Minister nutzt das Interview zu einer breiten Medienschelte. Er habe rund um das Verfahren "das Intrigantentum und die Neidgenossenschaft mancher österreichischen Journalisten in einer bisher selbst bei mir noch nicht gekannten Brutalität" kennengelernt.

"Ganz ehrlich, ich versteh die Welt wirklich nimma. Ich weiß, dass ich nichts Illegales getan habe, ich weiß deshalb, dass bei allen Ermittlungen genau nix herauskommen kann, weil diese Privatisierung von A bis Z korrekt und sauber gelaufen ist. Aber ich bin jeden Tag auf allen Titelseiten aller österreichischen Tageszeitungen", so Grasserzu ÖSTERREICH.

Der einzige Grund, warum er im Buwog-Verfahren als Beschuldigter geführt werde, sei eine "dubiose Anzeige der Grünen, die diese Anzeige aus reinen politischen Rachegelüsten eingebracht haben". Er könne sich nicht einmal dazu äußern, da er keinen Zugang zu entsprechenden Informationen habe: "Ich kenne den Akt nicht, habe keine Akteneinsicht, keine Chance", so Grasser.