Griechenland verhagelt Deutscher Postbank auch das dritte Quartal

Die Deutsche Postbank kommt wegen Griechenland nicht aus der Verlustzone. Die Tochter der Deutsche Bank schrieb im dritten Quartal weitere 341 Mio. Euro auf ihre griechischen Staatsanleihen ab, wie sie am Mittwoch mitteilte. Das führte zu einem Vorsteuerverlust von 132 Mio. Euro, vor einem Jahr war noch ein Gewinn von 71 Mio. Euro zu Buche gestanden.

Nach neun Monaten hielt sich die Postbank gerade in der Gewinnzone - das Ergebnis schrumpfte aber auf zwölf (Vorjahr: 296) Mio. Euro zusammen. Dabei überlagern die Griechenland-Belastungen eine eigentlich starke Entwicklung im Tagesgeschäft: Bereinigt um Sondereffekte lag das operative Ergebnis der Postbank nach neun Monaten mit 716 Mio. Euro ein Fünftel über dem Vorjahresniveau. Dabei half nicht nur ein florierendes Einlagen- und Kreditgeschäft, sondern auch eine sinkende Risikovorsorge. Im Gesamtjahr traut sich die Bank nur dann ein positives Ergebnis vor Steuern zu, wenn sich die europäische Staatsschuldenkrise nicht weiter zuspitzt.

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