Mega-Projekt

HIER baut Amazon sein eigenes Atomkraftwerk

Nur für seine Server und KI-Programme will der Online-Gigant Amazon ein eigenes Atomkraftwerk bauen lassen.

Im Bundesstaat Washington soll demnächst die neue Atomkraftanlage "Cascade Advanced Energy Facility" gebaut werden. Die Anlage soll zum Start aus vier kleineren Reaktoren des Typs Xe-100 bestehen. Amazon plant insgesamt bis zu zwölf Small Modular Reactors (SMRs, kleine modulare Reaktoren), so ein Bericht des Kernkraft-Portals "world-nuclear-news.org".

 

Das Projekt wird vom amerikanischen Unternehmen X-energy, in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger Energy Northwest, umgesetzt. Neben anderen Investoren hat Amazon im Oktober 2024 sich mit rund 500 Millionen US-Dollar an einer Finanzierungsrunde beteiligt.

Für KI und digitale Tools

Die Anlage wird außerhalb der Stadt Richland, etwa 335 Kilometer südöstlich von Seattle, gebaut. Die ersten vier Reaktoren sollen rund 320 Megawatt Strom liefern. Mit allen zwölf Reaktoren wird die Leistung auf 960 Megawatt steigen. Damit könnten bis zu 3,8 Millionen Haushalte versorgt werden.

amazon atomkraftwerk
© Amazon/X-energy

amazon atomkraftwerk
© Amazon/X-energy

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© Amazon/X-energy

Aber Amazon will diese Energie nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, sondern will damit seine KI-Anwendungen und digitalen Tools versorgen. Ebenfalls möchte der Versandriese mit diesem Projekt auch seine CO2-Emissionen senken.

Modernste Reaktoren

Die Xe-100-Reaktoren sind eine neuere Generation von Atomkraftwerken. Die Module können in Fabriken vorgefertigt werden, um vor Ort zusammengesetzt zu werden. Damit wird der Bau schneller und günstiger als bei klassischen Kernkraftwerken. Baubeginn ist Ende der 2020er-Jahre geplant. Die Inbetriebnahme soll in den 2030er-Jahren stattfinden, so Amazon.

amazon atomkraftwerk
© Amazon/X-energy

Für die Einschulung des Personals entsteht am Columbia Basin College in Pasco ein brandneues "Energy Learning Center". Ein Simulator soll den kompletten Kontrollraum des Reaktors nachbilden. Dieser soll schon 2025 in Betrieb gehen.

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