Der Abschluss betrifft rund 35.000 Beschäftigte

Höhere Mindestlöhne in IT-Branche

Nach langem Tauziehen haben sich die Kollektivvertragspartner über die Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten in der IT-Branche in Österreich geeinigt. Der Abschluss betrifft rund 35.000 Beschäftigte. Die Mindestgehälter steigen ab 1. September 2009 in den verschiedenen Sparten dieser Branche zwischen 3,2 und 4,5 Prozent, teilten die Gewerkschaft und Unternehmervertreter am Freitag mit.

Lehrlingsentschädigungen, Schichtzulage sowie die Rufbereitschaftspauschale werden um 3,5 Prozent erhöht. Ab 1. Jänner 2010 steigen die Mindestgehälter um 1,5 Prozent. Zudem wurde vereinbart, dass das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld (13. und 14. Monatsgehalt) für alle Beschäftigten im Jahr 2010 einmalig um 10 Prozent erhöht werden.

Geeinigt haben sich die Verhandler auf eine Ausdehnung der Normalarbeitszeit auf 10 Stunden in organisatorischen Ausnahmefällen, wenn ein zeitgerechter Abschluss eines spezifischen Kundenprojektes durch einen erhöhten Arbeitsbedarf seitens der Beschäftigten gewährleistet werden soll, wie es in der gemeinsamen Mitteilung heißt.

Bei Schichtarbeit kann bei arbeitsmedizinischer Unbedenklichkeit der Durchrechnungszeitraum auf 56 Stunden ausgedehnt werden. Beim Zuschlag bei Mehrarbeit von Teilzeitkräften wird der Durchrechnungszeitraum auf 4 Monate ausgedehnt.