Eine robuste PC-Nachfrage hat HP zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen.
Wegen steigender Speicherchip-Preise äußerte sich der Computerhersteller am Dienstag dennoch zurückhaltend zu den Aussichten für das verbleibende Geschäftsjahr. Die Ergebnisse würden voraussichtlich am unteren Ende der angepeilten Spanne liegen, sagte Finanzchefin Karen Parkhill. Die Aktien des Unternehmens fielen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um vier Prozent.
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HP rechnet für 2026 mit einem bereinigten Reingewinn von 2,90 bis 3,20 Dollar je Aktie. Der Free Cash Flow werde voraussichtlich zwischen 2,8 und drei Milliarden Dollar liegen. Für das angelaufene Quartal stellte der US-Konzern einen Überschuss von 0,70 bis 0,76 Dollar je Aktie in Aussicht.
KI-Rechenzentren sorgen für Knappheit
Zum Auftakt des Geschäftsjahres stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 6,9 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar und der Gewinn um neun Prozent auf 0,81 Dollar je Aktie. Der Sparte Personal Systems habe der wachsende Bedarf an für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) optimierten Laptops und Desktops Rückenwind gegeben, erläuterte Interimschef Bruce Broussard. Dieser Geschäftsbereich wuchs um überdurchschnittliche elf Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar.
Wegen des Baubooms bei KI-Rechenzentren sind Speicherchips weltweit knapp. Dies treibt die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs in die Höhe. HP hatte deswegen im November vor schrumpfenden Margen gewarnt. Der Rivale Lenovo äußerte sich vor einigen Tagen ähnlich. Experten rechnen für 2026 mit einem Absatzrückgang bei PCs, vor allem bei Einsteigermodellen.