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EU-Agentur soll nach Wien

Wien bewirbt sich als neuer Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

Österreich will die Europäische Arzneimittelagentur (EMA), die wegen des Brexit aus London weg muss, nach Wien holen. Am 31. Juli endet die Bewerbungsfrist; neben Wien sind rund 20 weitere Städte im Rennen.

Die Entscheidung soll Anfang November fallen. Wien habe mit 450 Unternehmen im Bereich Gesundheitsforschung beste Voraussetzungen, betont Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ).

Österreicher in Top-Positionen bei EMA

Mit Hans-Georg Eichler, ehemals Mitglied der Meduni Wien, ist aktuell ein Österreicher medizinischer Direktor der EMA. Österreich hat außerdem derzeit den Vorsitz im EMA-Verwaltungsrat (Leiterin ist die Biochemikerin Christa Wirthumer-Hoche).

Ministerin Rendi rührt in Brüssel Werbetrommel

Ministerin Rendi-Wagner wird im September persönlich nach Brüssel fahren, um für Wien als EMA-Standort zu werben. "Ich bin mir ganz sicher: Wenn wir die EMA nach Wien holen können, wird Österreich zu der führenden Life-Science Stadt Europas", so Rendi.

1 Milliarde Euro und über 2.000 Jobs

Laut einer von Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) beauftragten IHS-Studie würde die EMA innerhalb von fünf Jahren 1 Mrd. Euro zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt beitragen und 2.000 neue Jobs bringen. Neben der EMA bewirbt sich Wien auch für die Europäische Bankenaufsicht (EBA). "Oberstes Ziel ist, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken", so Schelling.