Institute - EZB sollte Zinsen wegen Konjunkturschwäche senken

Wegen des Konjunktureinbruchs im Euroraum raten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der EZB zu einer Zinssenkung. Die wirtschaftliche und monetäre Analyse der Lage und der Aussichten für den Euroraum sprächen dafür, den Schlüsselzins von 1,5 auf 1,0 Prozent zu senken, hieß es in ihrem vorgelegten Herbstgutachten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Zinsen in diesem Jahr im Kampf gegen die anziehende Inflation zwei Mal erhöht. Trotz der aufkommenden Rezessionssorgen hielt sie den Schlüsselzins Anfang des Monats konstant. Da aber nach Aussage des scheidenden EZB-Chefs Jean-Claude Trichet das Für und Wider einer Zinssenkung bereits eingehend besprochen wurde, schließen Experten eine geldpolitische Lockerung in den nächsten Monaten nicht aus.

Kritik wurde in dem Gutachten an der Praxis der EZB laut, Staatstitel von Schuldenländern aufzukaufen: "Die Mehrheit der Konsortien sieht in dem fortgesetzten Kauf von Staatsanleihen durch die EZB eine Überdehnung ihres Mandats."

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