Japanische Banken saugen sich mit Dollar voll

Kurz vor dem Jahreswechsel haben sich die japanischen Banken mit Dollar vollgesaugt. Sie liehen sich bei der Zentralbank knapp 4,8 Mrd. Dollar für drei Monate - so viel wie noch nie seit Ausbruch der europäischen Staatsschuldenkrise vor rund zwei Jahren. Im November hatten sie sich noch mit 200 Mio. Dollar begnügt, wie die Bank of Japan mitteilte.

Damals lag der Zinssatz noch bei 1,12 Prozent, während er diesmal nur 0,61 Prozent betrug. Im Unterschied zu vielen europäischen Konkurrenten können sich die japanischen Institute auch am Geldmarkt ausreichend mit Dollar eindecken. "Aber die Auktionen der Notenbank sind bequemer, weil große Summen auf einen Schlag zu bekommen sind", sagte der Chefvolkswirt des Forschungsinstituts Totan, Izuru Kato. Weil US-Geldmarktfonds den europäischen Banken wegen der Schuldenkrise kaum noch Geld leihen, stellen die großen Notenbanken bis 2013 Dollar-Liquidität in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Sie senkten zudem die Kosten für die Kreditgeschäfte.

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