Japans Maschinenbauer mit weniger Aufträgen

Die Hoffnungen auf eine Belebung der japanischen Wirtschaft haben einen herben Dämpfer erlitten. Die Aufträge für die Maschinenbauer brachen im Mai mit 19,5 Prozent zum Vormonat ein und damit so kräftig wie noch nie, wie die Regierung mitteilte. Der Rückgang in diesem Ausmaß kommt völlig überraschend, hatten Experten doch sogar ein Wachstum von 0,7 Prozent vorhergesagt.

Regierungsangaben zufolge sei das Ergebnis nicht durch Sonderfaktoren verzerrt. Die Maschinenbauaufträge gelten als guter Indikator für die Entwicklung der Investitionen. Diese sollten eigentlich die Rolle der Wachstumslokomotive übernehmen, da der private Konsum wegen der im April vollzogenen Mehrwertsteuererhöhung schwächelt. Zu Jahresbeginn war die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt noch mit einer Jahresrate von 6,7 Prozent gewachsen und damit so stark wie seit Sommer 2011 nicht mehr. Viele Verbraucher hatten größere Anschaffungen vorgezogen.

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