Japans Pharmariese Takeda zahlt 9,6 Mrd. Euro für Schweizer Nycomed

In der Pharmabranche dreht sich das Fusionskarussell weiter: Der größte japanische Pharmakonzern Takeda übernimmt den Schweizer Arzneimittelhersteller Nycomed für 9,6 Mrd. Euro. Die japanische Nummer eins will mit dem Milliardendeal unabhängiger vom schwierigen Heimatmarkt und den USA werden, wo billigere Nachahmermedikamente den Umsatz bedrohen.

"Durch die Übernahme von Nycomed erhält Takeda auf einen Schlag Zugang zu den schnellwachsenden Schwellenländern", sagte Takeda-Chef Yasuchika Hasegawa bei Bekanntgabe der bereits erwarteten Übernahme. Die Umsätze in Europa sollen sich mit dem Kauf verdoppeln. Die Verwaltungsräte der beiden Unternehmen hätten der Fusion zugestimmt, die in den nächsten 90 bis 120 Tagen vollzogen werden solle, hieß es. Die Übernahme unterliegt der Genehmigung der Kartellbehörden und werde das Dermatologie-Geschäft Nycomeds in den USA ausschließen.