Kauf von E.ON-Kraftwerken durch Verbund von Kartellamt durchgewunken

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Das deutsche Bundeskartellamt hat den Verkauf von bayerischen Wasserkraftwerken des Energiekonzerns E.ON an den größten österreichischen Stromkonzern Verbund genehmigt. "Das ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich", sagte ein Sprecher der Bonner Behörde am Freitag laut Reuters. Der Verbund hatte den Erwerb von 13 E.ON-Kraftwerken am Inn mit einer Leistung von 312 Megawatt (MW) im Juni angekündigt.

Die Abgabe ist Teil einer Vereinbarung von E.ON mit der EU-Kommission, durch die der deutsche Energieriese eine drohende Kartellstrafe abgewendet hat. E.ON erhält dafür vom Verbund Strombezugsrechte sowie einen Barausgleich. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber hatte den Kaufpreis für die bisher größte Akquisition des Unternehmens auf mindestens "eine Milliarde Euro" beziffert.

Das Closing des Deals wird nach früheren Angaben für das dritte Quartal erwartet. Der Verbund besitzt im Heimmarkt Österreich 80 Laufkraftwerke und 22 Speicherkraftwerke mit einer Kapazität von rund 6.600 MW, errichtet derzeit Wasserkraftwerkskapazitäten von rund 500 MW und hat bis 2015 weitere Wasserkraftwerksprojekte von rund 550 MW in Planung. Von den 25 Mrd. kWh Strom, die der Verbund jährlich in eigenen Kraftwerken erzeugt, stammen 90 Prozent aus Wasserkraft.

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